Olympia 2026 in Cortina d'Ampezzo

Unverständlich, unlogisch, unfair

Eine Art „Betrug“ bei Medaillenvergabe

Selbst wenn Julia Scheib noch die wenigen Hundertstel Rückstand für den dritten Platz im Riesentorlauf aufgeholt und damit die Bronze-Medaille geschafft hätte, hätte es keine Bronze-Medaille für sie gegeben. Denn Sara Hector und Thea Louise Stjernesund waren zeitgleich hinter der überlegenen Triumphatorin Federica Brignone und erhielten die Silber-Medaille. Damit wurde keine Bronzene vergeben bei den Winterspielen.

Das ist unverständlich, unlogisch und vor allem unfair gegenüber den Athleten. Denn mit der drittbesten Gesamtzeit hat man nachweislich auch den dritten Platz geschafft. Und hat sie oder er gleichsam einen (Rechts-)Anspruch auf die Bronze-Medaille. Das ist bei allen internationalen Bewerben so. Auch bei Weltmeisterschaften. Nur bei Olympischen Spielen nicht!

Olympische Regeln von gestern. Wo doch heute auch bei Olympia, bereits Tausendstel über Sieg oder Niederlage entscheiden. Beispielsweise im Rodeln. Da wird offensichtlich mit zweierlei Maß gerechnet. Es ergibt keine Logik. Da fährt die Athletin die drittbeste Gesamtzeit und wird dennoch Vierte. So was von unfair!

Heute für Österreich ein kleines Trostpflaster: Im Slalom der Herren schaffte Fabio Gstrein mit Silber die einzige Medaille in einem Einzel-Bewerb. Das Drama um Atle Lie McGrath allerdings lässt die Silberne nicht ganz so strahlen. Seine Flucht nach dem frühen Ausfall in die Einsamkeit – live in der Übertragung zu sehen – erinnert irgendwie doch an die Dramatik um Lindsey Vonn.

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