Tourismusschulen Bad Gleichenberg: 15 Studenten aus Indien
8.000 Absolventen haben die Tourismusschulen Bad Gleichenberg in den 80 Jahren ihres Bestehens hervorgebracht. „Und sie sind weltweit gefragt. Es gibt wohl kaum ein Land, wo nicht ein Gleichenberger in der Führungsetage tätig ist“, so Christian Schweinzer, Kurator der Tourismusschulen. Um sich auch weiterhin den guten Ruf erhalten bzw. ausbauen zu können, brauche es Investitionen. Darum werden nun vier Millionen Euro in die Hand genommen, um den traditionsreichen Standort nachhaltig zu stärken und als „Center of Excellence“ für Tourismus, Hotellerie und Gastronomie weiterzuentwickeln.
Nicht zuletzt, um auch im harten Wettbewerb zu den anderen Bundesländern weiter die Nase vorn zu haben. 26 Tourismusschulen gibt es in ganz Österreich, Gleichenberg ist die einzige in der Steiermark.
Von 280 auf 600 Ausbildungsplätze verdoppeln
Konkret wird vor allem in die „Hardware“ in Gleichenberg investiert. „Das klassische Klassenzimmer wird es ab kommenden Herbst nicht mehr geben“, so Direktor Alfred Tieber. „Es werden vielmehr moderne Lehr-, Lern- und Erlebniszonen geschaffen und weiterentwickelt. Eigenständiges Arbeiten, Teamorientierung und Leistungsbereitschaft stehen im Zentrum des neuen pädagogischen Konzepts.“
Auch die Internatsräumlichkeiten werden aus- und umgebaut. Bis zum kommenden Herbst werden 45 moderne Zweibettzimmer entstehen. Plant man doch, innerhalb der nächsten fünf Jahre die Schüleranzahl von derzeit 280 auf 600 zu erhöhen.
Noch internationaler
Dies soll mit zunehmend verstärkter internationalen Ausrichtung gelingen. Der Unterricht wird überwiegend in englischer Arbeitssprache geführt. Derzeit kommen etwa 30 Prozent der Schüler aus dem Ausland. Mit vermehrter Akquise dort und Kooperationen will man das auf 60, 70 Prozent erhöhen. Es beginnt schon bei einer Vor-Ort-Qualifizierung in den jeweiligen Ländern. „So kommen beispielsweise nächsten Herbst bereits rund 15 Studierende aus Indien zu uns nach Gleichenberg. Diese wollen wir – nicht zuletzt durch die Vernetzung mit Betrieben – langfristig bei uns in Österreich halten“, erläutert Tieber. „Die Schüler sind in einem permanenten Austausch mit Betrieben. Diese sind bei uns vor Ort, um sich für die zukünftigen Mitarbeiter attraktiv zu machen.“
Das Land Steiermark beteiligt sich mit 1,5 Millionen Euro, weitere 700.000 Euro stammen aus Bundesmitteln und die Wirtschaftskammer Steiermark leistet den verbleibenden Finanzierungsanteil. Für Landeshauptmann und Tourismusreferent Mario Kunasek sei es „ein logischer Schritt“, in die Modernisierung der Schulen zu investieren. Denn: „Die Steiermark ist nach wie vor das beliebteste Urlaubsbundesland der Österreicher – überzeugt mit hoher Qualität der ausbildeteten Mitarbeiter, ausgezeichneter Kulinarik und gelebter Gastfreundschaft.“
Präsident Josef Herk und der steirische Tourismusspartenobmann Johann Spreitzhofer betonen: Exzellent ist der neue Durchschnitt, denn mit mittelmäßiger Ausbildung werde man nicht vorankommen. „Als Träger der Schulen übernehmen wir Verantwortung für die nächste Generation von Führungskräften im Tourismus – praxisnah, innovativ und klar am Bedarf der Betriebe orientiert.“







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