Der gemeinsame Gegner heißt „Berg aus Eisen“

Red Bull Erzbergrodeo: Vier Tage Adrenalin, tausende Kilometer Anreise, Strapazen, Schweiß und auch Enttäuschung – denn nur eine Handvoll erreicht das Ziel

Über Felsen, Matsch oder Waldpassagen – immer nach oben. Die Bedingungen beim Red Bull Erzbergrodeo sind ohnehin schon sehr extrem. In diesem Jahr durch das schlechte Wetter und den vielen Regen aber noch umso schwieriger für die Fahrer.

Wenn sich 1.500 Dirtbike-Maniacs aus aller Welt auf den Weg in ein kleines, beschauliches Städtchen im Herzen Europas machen, um auf ihren Offroad-Motorrädern gegen einen übermächtigen „Berg aus Eisen“ anzutreten, dann geht es nicht um Preisgeld, einen hochdotierten Werksvertrag oder einen Meistertitel. Es ist der Mythos des Erzbergrodeo, der Menschen seit mehr als 25 Jahren aus aller Welt und aus jeder Berufs- und Altersklasse anzieht. Profis, Amateure, Hobbyfahrer, Fans, Kinder und harte Kerle aus fast 40 Nationen und allen Kontinenten stellen sich Jahr für Jahr einem gemeinsamen Gegner: dem "Berg aus Eisen".

Den Fahrern, die für vier Tage Adrenalin tausende Kilometer Anreise auf sich nehmen, kann man eines garantieren: Strapazen, Schweiß und auch Enttäuschung. Denn nur eine Handvoll von ihnen wird das Ziel erreichen und den vielleicht wertvollsten Pokal in der Welt des Offroad-Sports entgegennehmen - den Felspokal. Es ist nicht der Stein selbst, der wertvoll ist, sondern das Wissen, dass es nahezu 99% der Fahrer nicht geschafft haben.

Österreicher Ossi Reisinger siegt auf spektakulärer Steilhang-Rennstrecke

266 Teilnehmer gingen am ersten Red Bull Erzbergrodeo Renntag an den Start des MITAS Rocket Ride Steilhangrennens am Fuße des Erzbergs. Die kernige, aus 4 Steilhängen bestehende Strecke bot gewohnt spektakuläre Vollgas-Action für die tausenden Besucher, die bereits beim Qualifying ab Mittag für mächtige Stimmung sorgten. Mit tatkräftiger Unterstützung des Red Bull Erzbergrodeo Streckenbau-Partners Wacker Neuson konnte die extrem selektive Strecke inklusive Rechtsknick perfekt umgesetzt werden. Nach dem spektakulären Qualifying gingen die schnellsten 48 Fahrer in das Superfinale am Abend, allen voran der bisher erfolgreichste MITAS Rocket Ride Teilnehmer Ossi Reisinger.

Bei starker Konkurrenz aus 14 Nationen und 3 Kontinenten schaffte es der 42-jährige Österreicher seinen bereits sechsten Sieg beim legendären Steilhangrennen zu holen. Spektakulär unterwegs war auch der 5-fache Enduro Weltmeister Antoine Meo (FRA), der auf der mächtigen Ducati DesertX Zweizylinder-Enduro wie im Vorjahr eine sensationelle Performance bis ins Semifinale zeigte. Meo wurde schlußendlich nur durch eine Kollision mit einem anderen Fahrer vom Einzug in den Finallauf gehindert.

Für Begeisterung sorgte auch der US-Amerikaner Carson Brown, der auf einer KTM 300 EXC Erzbergrodeo Edition aus dem Jahr 2008 ins Rennen ging. Der 25-jährige Supercrosser feierte seinen ersten Renntag am „Berg aus Eisen“ mit klaren Siegen in allen Vorläufen und stand im Finallauf, wo nach einem Sturz aber kein Podiumsplatz möglich war.

Nicht zu schlagen war ebenfalls die Stimmung entlang der Rennstrecke. Tausende Fans feuerten die Fahrer lautstark durch jeden Lauf und bekamen dann noch ein besonderes Highlight serviert. Freestyle-MX Profi Tobi Merz (AUT, GASGAS) sorgte gemeinsam mit Johannes Wibmer (AUT, GASGAS) mit einer spektakulären Freestyle-Show auf der MITAS Rocket Ride Strecke für massive Begeisterung. Der 27-jährige Niederösterreicher zeigte als Höhepunkt seiner Show einen Backflip auf dem zweiten Steilhang der Strecke und brachte die Fans zum Toben.

1.308 Teilnehmer gehen am Freitag und Samstag beim Blakläder Iron Road Prolog auf die knapp 15 Kilometer lange Rennstrecke über den Erzberg. Die selektive, mit etlichen Schikanen gespickte High-Speed Schotterstrecke windet sich vom Start neben der Red Bull Erzbergrodeo Arena über die Tagbau-Trassen des Bergbaugebietes bis ins Ziel.

Die Fahrer werden einzeln gestartet, die schnellere der beiden Laufzeiten entscheidet über Sieg oder Gratulation. Im Rahmen der Akrapovic Speed Challenge wird inmitten der Rennstrecke die Höchstgeschwindigkeit gemessen und mit 1.500 Euro Preisgeld prämiert. Nach zwei Renntagen werden sich die 500 schnellsten Teilnehmer für das Red Bull Erzbergrodeo Hauptrennen qualifizieren …

Detaillierter Zeitplan und alle Informationen zum Red Bull Erzbergrodeo gibt’s auf www.redbullerzbergrodeo.com


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