16.500 Mal automatisch Notruf abgesetzt
In neu zugelassenen PKW muss es verpflichtend eingebaut sein – das sogenannte eCall-System. Technisch gesehen ein Mobilfunk-Endgerät, das über eine international gültige SIM-Karte, eine Freisprecheinrichtung, einen GPS-Positionsdatenempfänger und über eine von Fahrzeuginsassen leicht erreichbare, fix verbaute SOS-Taste verfügt. Bei einem Unfall stellt das System über die Mobilfunknetze automatisch eine Verbindung zur Polizei-Leitstelle her. Mit der SOS-Taste kann auch manuell ein Notruf abgesetzt werden.
2 Mio. PKW mit eCall ausgestattet
In Österreich sind seit der Einführung im Jahr 2018 mittlerweile 2 Millionen Autos mit eCall ausgestattet – mehr als ein Viertel aller bei uns zugelassenen Kfz. Via eCall wurden im vergangenen Jahr 21.000 Notrufe abgesetzt – etwa 16.500 davon automatisch ausgelöst durch Unfallsensoren. Dies kann vor allem dann zum „lebensrettenden Momentum“ werden, wenn Unfallteilnehmer nicht in der Lage sind, den Notruf selbst zu wählen.
Euro-Notruf 112 wird immer priorisiert
Dass auch das eCall-System über die 112 als direkte Mobilfunkverbindung gewählt wird ist kein Zufall, denn der Euro-Notruf 112 wird netzübergreifend immer priorisiert. Damit kann – dank der in Österreich nahezu flächendeckenden Mobilfunkversorgung – der Notruf immer sicher abgesetzt werden, egal ob automatisch oder mit der SOS-Taste ausgelöst.
Lebensrettende Daten an Leitzentrale
In Österreich werden die Notrufe durch die neun Landesleitzentralen der Polizei entgegengenommen. Das eCall-System übermittelt zusätzlich Daten wie etwa den Standort des Fahrzeugs und um welches Fahrzeug es sich handelt.
Der Disponent in der Leitstelle kann sich durch die Freisprecheinrichtung einen ersten Eindruck über die Notsituation machen und – sofern Fahrzeuginsassen ansprechbar sind – zusätzliche Informationen erhalten. Der Disponent leitet alle relevanten Informationen an die alarmierten Einsatzkräfte wie Rettung, Feuerwehr und Polizei weiter und koordiniert den Einsatz.
Seit Jahresbeginn 2026 müssen alle neu zugelassenen Fahrzeuge in der EU übrigens mit einer neuen Version des eCall-Systems ausgestattet sein. Dieses nutzt nicht mehr die 2G- und 3G-Mobilfunknetze, sondern 4G (LTE). Damit wird der Notruf nicht nur zuverlässiger abgesetzt, sondern können neben den üblichen Informationen auch Bilder vom Unfallort übertragen werden.







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