Live nur noch im Kopf dabei
Helmut Marko, 82, ist nicht mehr als Red-Bull-Formel-1-Chef unterwegs, sondern wieder als Hotel-Errichter. Der Ort dafür exklusiv. Am Grünen See bei Tragöß. Ein Naturjuwel. Nicht zufällig Sieger bei „9 Plätze – 9 Schätze“. Doch darüber weiter unten mehr.
Es war ein passender, vernünftiger Zeitpunkt, als ihm Red Bull nahelegte, am Ende der letzten Formel-1-Saison seine Aufgabe als informeller Chef zurückzulegen. Das neue, wesentlich komplizierter gewordene Reglement bedeutet den Start in eine völlig veränderte Formel-1-Zukunft. Die einen werden sie als spannend loben. Die Skeptiker den alten Zeiten vom „Vollgas-Geben“ und dröhnenden Motoren nachtrauern.
Saisonstart nicht problemlos
Und bereits das erste Rennen in Australien endete für Red Bull nicht wie gewünscht. Max Verstappen wurde 6. Sein Teamkollege Isack Hadjar erreicht gar nicht das Ziel. Am Podium zwei Mercedes und ein Ferrari. Diese beiden Teams dürften die Hausaufgaben gut gemacht haben. Schon kommendes Wochenende wird sich in Shanghai beim China-Grand-Prix zeigen, inwieweit Max Verstappen und Red Bull bei der neuen Zeitrechnung in der Formel 1 an der Spitze dabei sein werden.
Nicht mehr erste Startreihe
Ein zentrales Element ab dieser Saison: Kluges Batterie-Management und daraus folgend die nötigen PS und die Power beim Überholen, zum Beschleunigen, vorne Bleiben, … Die Strategie dazu und die Vorgaben erstellt der digitale Kommandostand. Fahrerisches Könnens und Mitdenken sind dabei noch immer erforderlich. Schon jetzt sichtbar: Vieles wird sich in der Formel 1 unter amerikanischer Flagge abspielen. Die USA und der ferne und nähere Nahe Osten rücken dabei in den Fokus. Drei Rennen in den Vereinigten Staaten! Wie halt sonst auch – Europa ist noch dabei. Aber steht nicht mehr in der ersten Startreihe.
So wie es auch Helmut Marko nicht mehr tut. Und damit zu ihm als Hotelbau-Chef zurück – am sensiblen Ort, unmittelbar über dem Ufer des Grünen Sees gelegen. Es wird ein kleines, hochwertiges Aparthotel mit neun Einheiten, die mehr Wohnungs- als Zimmercharakter haben sollen.
Die Regeln und Auflagen auszureizen in diesem Naturschutzparadies, was gerade noch erlaubt ist oder erlaubt wird – da nützt Helmut Marko die Erfahrung, auch aus der Formel 1. Aber auch in Bereichen, was nicht erlaubt ist. Wie seine Konflikte mit der Stadtplanung beim einen oder anderen seiner Projekte in Graz zeigen. Der Unterschied: Es fehlen im Gegensatz zur Formel 1 strenge und teure Strafen und Sanktionen.
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