Aus Abfall wieder wertvolle Rohstoffe machen

Um Ressourcen zu schonen, höchstes Forschungsbudget bei Binder+Co

Rund vier Millionen Euro steckt der steirische Altstoff- und Recycling-Maschinenbauer Binder+Co aus Gleisdorf heuer in die Entwicklung neuer Technik. „Das höchste Forschungsbudget in unserer Firmengeschichte“, so das Vorstandstrio Jörg Rosegger, Peter Gradwohl und Mario Stockreiter gestern in Graz vor Journalisten.

Im Mittelpunkt steht – nicht überraschend – die Künstliche Intelligenz. Diese spielt bei der sensorgestützten Sortierung eine zentrale Rolle, um Abfälle noch genauer zu sortieren und wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen. „Wir sind der Überzeugung, dass es nur mit Innovation und Vorsprung möglich ist, auch in Europa Maschinenbau und Industrie aufrechtzuerhalten.“

Gerade beim Metall- und Bauschutt-Recycling sieht Binder+Co große Chancen. Aus Abfällen sollen wieder Rohstoffe werden, die weiterverwendet werden können. Wie das funktionieren kann, zeigt ein Projekt in der Schweiz. Dort werden rund 75 Prozent des aufbereiteten Aushubmaterials wieder als Sand und Kies verwendet. Kameras und Sensoren erkennen dabei auch kleine Unterschiede zwischen den Materialien. So kann etwa Ziegelbruch von hochwertigem Kies getrennt werden. Der Kies kann anschließend wieder für die Betonproduktion verwendet werden.

Für Binder+Co wird diese Technik immer wichtiger. Rohstoffe werden knapper, gleichzeitig fallen große Mengen an Bau- und Abbruchabfällen an. Das Unternehmen will deshalb seine Sortiertechnik weiter verbessern und auch neue Einsatzbereiche für sie erschließen.

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der erste der kommentiert