Steirische Pleitewelle: Schulden steigen massiv

Firmeninsolvenzen legen um fast 18 Prozent zu. Auch bei Privatkonkursen droht ein Rekordjahr.

Während die Firmeninsolvenzen österreichweit um 7,65 Prozent zurückgingen, ist in der Steiermark keine Erholung in Sicht. Hierzulande gab es eine deutliches Plus von 17,85 Prozent: Von Jänner bis September 2026 wurden 449 Verfahren eröffnet.

Besonders drastisch ist die Entwicklung bei den Schulden: Die Verbindlichkeiten insolventer Unternehmen stiegen von 277,4 auf 734,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von fast 165 Prozent. Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung waren 2.448 Beschäftigte betroffen, um 85,45 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die meisten Firmenpleiten gab es im Handel und in der Bauwirtschaft mit jeweils 89 Fällen, gefolgt von der Gastronomie mit 74. Zusätzlich wurden 212 Insolvenzanträge mangels ausreichenden Vermögens abgewiesen.

Auch Privatkonkurse nehmen zu: In den ersten neun Monaten wurden 808 Verfahren eröffnet, um 17,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch der Ausblick ist nicht rosig: Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und der steigenden Arbeitslosenzahlen sind kaum Veränderungen am Privatkonkurssektor zu erwarten. Aus diesem Grund geht der AKV davon aus, dass wir im Gesamtjahr 2026 in der Steiermark mit mehr als 1.000 eröffneten Privatinsolvenzen rechnen müssen.

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