„Jetzt, viel Arbeit – wie die Zukunft gestalten“
Als Ehrenpräsident freut er sich und ist „froh“ über das Engagement seines Nachfolgers Herbert Jerich und damit auch über den Meister- und Liga-Titel. Und dennoch wird er beim großen Korso durch die Grazer Altstadt und der Meisterschaftssause am Hauptplatz nicht dabei sein. „Mir war immer klar, dass dann die Hütte brennt. Denn die Fans haben als Dankeschön damit alles bekommen.“
Von seinem Naturell her sei er dem Dabeisein bei derartigen „Zirkusevents“ – wo auch immer – stets ausgewichen. Seine Leidenschaft für Eishockey habe er („ich war ja Jahre selbst Spieler“) als Gründer der Graz 99ers und mit der familieneigenen GAW Group als Hauptfinanzier im Laufe der zwei Jahrzehnte mit einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag bewiesen. Damit sei das Fundament gelegt gewesen und mit dem Aus- und Umbau der Eishalle in Liebenau wirkliches Profi-Eishockey in Graz erst wieder möglich gemacht worden. Und bis heute sei die GAW noch immer einer der drei größten Sponsoren.
Viel Arbeit steht jetzt bevor
Als Privatunternehmer richtet er auch im Familienunternehmen den Blick stets über den Tellerrand. Ab jetzt sei auch bei den 99ers das Nachdenken über die Gestaltung der Zukunft angesagt. Vor allem bei der Nachwuchsarbeit, die im Klub schon immer als wichtig angesehen wurde. Gegenwärtig kommen in der hochbezahlten, gut harmonierenden „Söldnertruppe“ nur zwei heimische Talente zu Einsatzzeiten.
Er halte das ohne Wehmut fest, so Jochen Pildner-Steinburg, „dass im Profisport die Erfolge von heute, noch mehr die von gestern, morgen schon wieder vergessen sind. Die Fans wollen auch in der kommenden Saison den Meistertitel, geben sich mit weniger, einem dritten oder vierten Platz, nicht zufrieden.“ Wenn also am Ende der Meisterschaft Präsident Herbert Jerich keinen Grund hätte, die Korken und den Champagner fließen zu lassen. Hoffentlich ist 99ers-Fan Andreas Gabalier als „Maskottchen“ dann auch und noch dabei, um die Enttäuschung besser zu verkraften.






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