„Langsam wird es schwerer, aber ich schaffe das“
Einer hat sich auf jeden Fall gefreut, als er heute früh in die Schule gekommen ist: Und zwar der Direktor der Mittelschule Anger bei Weiz Nico Redolfi. Denn noch habe keiner sein bei ihm sicher im Tresor verwahrtes Handy zurückverlangt. 98 Schülerinnen und Schüler haben ihre Smartphones für drei Wochen abgegeben. Sie nehmen am österreichweiten Experiment Handyfasten teil (wir berichteten).
Beim Scrollen durch das digitale Tagebuch der MS Anger (HIER anklicken) ergibt sich ein klares Bild: Auch wenn es für einige nicht ganz so leicht war, ist die Motivation durchzuhalten offensichtlich noch groß. Erleichtert wurde das Durchhalten am vergangenen Wochenende sicherlich auch durch das schöne Wetter. „Mir ist es heute sehr gut gegangen ohne Handy. Vor allem, weil ich mal die frische Kluft genießen konnte – ohne die ganze Zeit an mein Handy zu denken“, schreibt die elfjährige Lora. Andere wiederum waren mit Freunden spazieren oder wandern mit dem Papa.
Auch Zimmer ausmisten und aufräumen stand am Programm. Was sicherlich auch die Eltern positiv gestimmt hat. Auffällig oft genannt wird auch das Lesen von Büchern. So hat beispielsweise die zwölfjährige Alisa einen ganzen Tag sich englischsprachigem Lesestoff gewidmet.
Nicht ganz so leicht hat sich die elfjährige Nina getan: „Die Langeweile kickt heute etwas, da ich sehr viel Zeit habe“, schreibt sie am Samstag ins Tagebuch. Dennoch sei sie überzeugt, es zu schaffen, „da es ohne Handy mir auch etwas besser geht.“ Die Motivation ist also bei vielen noch groß. Denn auch Emelie aus der 1b schreibt: „Langsam wird es etwas schwerer. Aber ich schaffe das!“
Lehrerin kommt morgens schwerer in die Gänge
Davon ist auch Bianca Ponhold überzeugt, eine der beiden Lehrerinnen der MS Anger, die beim Experiment mitmachen. Sie nimmt wahr, dass sie innerlich leicht unruhig ist und sich körperlich müder fühlt als sonst. „Morgens komme ich auch schwerer in die Gänge“, schreibt sie im digitalen Tagebuch der Schule. Dennoch kompensiere sie die „freie Zeit“ bewusst nicht mit Fernsehen oder dergleichen. Und so dürfen sich ihre Katzen über die eine oder andere extra Kuscheleinheit freuen.







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