Österreichs ewiger Lausbua ist ein Steirer
Er ist witzig, wandlungsfähig, vorlaut, intelligent – diese Mischung macht den erfolgreichen steirischen Schauspieler, Drehbuchautor und Moderator Michael Ostrowski zum Publikumsliebling. Michi, wie ihn praktisch alle in seinem Umfeld anreden, verkörpert den sympathischen „ewigen Lausbub“.
Michael Stockinger, alias Ostrowski, ist am 3. Jänner 1973 in Leoben geboren und holt sich in der Mittelschule seine erste Bühnenerfahrung als Sänger mit Tenorstimme und Bassist einer Rockband. Doch wohin ihn sein beruflicher Weg führen sollte, dafür hatte Ostrowski damals keinen Kompass. In Graz studierte er Englisch und Französisch, spielte gleichzeitig im Theater im Bahnhof in einem kleinen, aber künstlerisch mutigen Ensemble, wo er beim Publikum gut ankam. Doch so richtig bekannt wurde Michael Ostrowski im Jahr 2004 mit „Nacktschnecken“ – einem Film, für den er nicht nur das Drehbuch schrieb, sondern in dem er auch die Hauptrolle spielte.
Als Mitautor am Drehbuch zum Spielfilm „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ (2010), in dem er auch die Hauptrolle spielte, wurde er 2011 mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet. Bekannt ist er auch aus der Eberhofer-Krimi-Reihe, wo er immer wieder den Pathologen Günter spielt – wie etwa in „Dampfnudelblues“, „Sauerkrautkoma“ oder „Leberkäsjunkie“.
Eine seiner großen Begabungen ist eben seine Wandlungsfähigkeit: „Ich schreibe Drehbücher, führe Regie für Werbespots, bin Theater- und Filmschauspieler, auch Fernsehschauspieler und dazu auch noch Moderator.“
Worauf er in seiner Arbeit aber ganz viel Wert legt: Dass man ihn ernst nimmt, auch wenn er lustig daherkommt. Und auch wenn er auf 1.000 Kirtagen gleichzeitig tanzen kann, ohne je ins Straucheln zu geraten, will Michael Ostrowski eines nicht – als Künstler in eine Schublade gesteckt zu werden.
Zahlreiche bekannte Formate hat Michael Ostrowski bereits moderiert. Darunter die Verleihung des Nestroy-Theaterpreises, der Amadeus Music Award oder der FM4-Protestsongcontest im Rabenhof Theater. Gemeinsam mit Teresa Vogl präsentierte er die ORF-Sendung „100 Jahre Radio – Die Show“ und erhielt dafür sogar die „Romy“-Auszeichnung. Nicht zuletzt dadurch wurde auch das Team des Song-Contests auf ihn aufmerksam.
Das „… rov(w)ski-Duo“
„Neben dem internationalen Glamour von Victoria Swarovski haben wir das Spitzbübische gesucht – und in Michael Ostrowski gefunden“, begründet Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz die Entscheidung des ORF für die Moderation des diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in Wien. Mit der Tirolerin sei man schon seit letztem Sommer im Gespräch, die Wahl auf den steirischen Schauspieler, Drehbuchautor und Moderator fiel erst kurz vor Weihnachten. Das Duo übernimmt die Moderation aller neun Shows vom 12. bis 16. Mai in der Wiener Stadthalle, inklusive Finale.
Ein KLIPP-Porträt über Ostrowskis Aufstieg und seine Lebensphilosophie ist schon etliche Jahre alt, aber klarerweise nicht weniger aktuell. Sein Credo damals wie heute: „Wenn ich etwas mache, dann will ich etwas G’scheites machen …“






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