Grazer Opernredoute – Lokaler Glamour

Nicht mit Ball in Wien vergleichbar

Sie ist mittlerweile die bekannteste Ball-Veranstaltung in der Steiermark – die Grazer Opernredoute. KLIPP war schon bei der Premiere im Jahr 1999 dabei. Damals gab es viele Skeptiker, die meinten: Wird so was überleben? Initiiert und ermöglicht wurde die Opernredoute durch die Unterstützung der Steiermärkischen Sparkasse und deren Befürworter, angeführt von Vizegeneral Heinz Hofer. Aber auch die steirische Wirtschaft bejahte diese Initiative und namhafte Unternehmen buchten sofort Logen und Kartenkontingente. Mittlerweile ist die Opernredoute ein gutes Geschäft für die Veranstalter.

Am vergangenen Samstag (31.1.) kam es zur 25. Auflage. Ein wenig schade, dass diesmal nur wenig nationale und internationale Gäste den Weg nach Graz fanden. Aber das tat der Stimmung – mit 2.500 Gästen war die Opernredoute wieder ausverkauft – keinen Abbruch. Auch lokaler Glamour sorgte für einen feierlichen Rahmen am Parkett und in den Logen des Opernhauses.

Weil man immer wieder in den Medien hört und liest, dass die Grazer Opernredoute mit dem Wiener Opernball vergleichbar wäre. Neuerlich klar gesagt: „Natürlich kann das nicht sein.“ Schon allein von der Größe her mit rund 5.500 Gästen und von seiner Tradition – er wird bald 70 Jahre alt werden. Der Ball in Wien – der Stadt des Walzers – ist Österreichs internationales Aushängeschild. Und das soll so sein. Graz ist Graz.

Die KI fabuliert oft, wenn man sie befragt. Aber in Sachen Opernball und Opernredoute liegt sie nur bei der Besucherzahl daneben. Peinlich genug.

„Die Grazer Opernredoute ist von der Prominenz her nicht mit dem Wiener Opernball vergleichbar. Die Grazer Redoute zieht vor allem steirische und österreichische Promis an. Heuer gab es gar keinen wirklichen Stargast. B-Prominenz und Society-Figuren wie Simone Lugner, lokale Moderatoren (Armin Assinger, Nadja Bernhard), Entertainer (Alfons Haider, Simone Stelzer) und Wirtschaftsvertreter (Ernst Minar). Der Wiener Opernball hingegen lockt internationale Hollywood-Stars, Politiker von Bundesebene und globale Jetsetter, was ihn zum gesellschaftlichen Highlight Österreichs macht. Beide Events haben ca. 2.500 Gäste, doch Wien ist das nationale Medienspektakel mit weltweiter Berichterstattung, während Graz ein stark regionaler Ball mit Fokus auf Steiermark-Elite bleibt. Die Grazer Promis sorgen für lokalen Glamour, es fehlt aber an globalen Kalibern.“

PS: Während beim Wiener Opernball vom Bundespräsidenten abwärts kein führender Politiker und kein Wirtschaftsboss fehlt, ist Graz da auch anders. Seinerzeit schon Alt-Landeshauptmann Franz Voves und nun auch sein Nach-Nachfolger Mario Kuansek glänzten durch Abwesenheit bei der Opernredoute. Kunasek war beim Feuerwehrball in Trofaiach und die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr am Marienstüberlball und der Volkshausredoute ...

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