ELHA Kunasek trifft Xi Jinping

Leider nicht. Zu schön, um wahr zu sein. Aber große China-Reise im April.

Rund 40 Teilnehmer wird die Regierungsdelegation mit Mario Kunasek und Manuela Khom samt Anhang haben, die Mitte April neun Tage in China weilt. Das Gedränge, wer mit dabei ist und wer bei den Flügen Business- oder Economy-Class fliegen darf/muss, ist dementsprechend groß.

Im September des Vorjahres war eine Delegation des Shanghai Committee of Chinese People‘s Political Consultative Conference“ (CPPCC) rund um Hu Wenrong in der Steiermark. Im würdigen, aber praktisch nichts Konkretes ausdrückenden Diplomatenstil der Wortlaut darüber:

Bei einem Arbeitsgespräch mit Landtagspräsident Gerald Deutschmann im Landhaus wurde „das Potenzial weiterer gemeinsamer Kooperationen auf wirtschaftlicher Ebene, aber auch der beidseitige Mehrwert im Tourismus“ wechselseitig betont.

Nun kommt es Mitte April, schon damals im September angekündigt, zu einer neuntägigen großen China-Reise. Das Regierungsteam angeführt von Mario Kunasek und mit dabei auch der ÖVP-Koalitionspartner Manuela Khom, Erster Landtagspräsident Gerald Deutschmann und weitere Polit-Prominenz. Freude auch bei den Mitarbeitern, die dabei sein dürfen.

Und was wird dort passieren? Neben dem von Chinesen geplanten Sightseeing werden, wie bei solchen Reisen und Anlässen üblich, sogenannte im Vorhinein erstellte Arbeitsübereinkommen mit den betreffenden Regionen (Fototermine für Medienvertreter) unterzeichnet. Der Inhalt, wie üblich: Vertiefung der Kooperationen. Noch nichts wirklich Konkretes.

Aber warum sollten Politiker nicht auch auf Bildungsreise gehen dürfen, dabei Kontakte knüpfen und ihren politischen Horizont erweitern – wird Skeptikern gegenüber argumentiert. Auch wenn derartige Reisen schon aufgrund der Größe der Delegation nicht überraschend mehrere hunderttausend Euro an Aufwand und Kosten betragen. Irgendwo finden die Kontakte ihren Niederschlag zu Hause und helfen so, „die Steiermark besser und zukunftsfit zu machen“.

2017 war der damalige Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer mit seinen Regierungskollegen Michael Schickhofer und Christian Buchmann sowie mit Vertretern aus Wirtschaft und Universitäten bereits in Shanghai. Ihr Gastgeber damals: Bürgermeister Ying Yong. Dessen – bei uns unmöglich – weitere Karriere bis heute: Er stieg zum Generalstaatsanwalt der Obersten Staatsanwaltschaft der Volksrepublik China auf. Es gab in der Folge keine Evaluierung über einen praktischen Erfolg des „Ausfluges“ von Schützenhöfer und Co. nach China. Oder doch: Der Besucher-Hit  Zotter Schokolade in Riegersburg mit seinen 290.000 Genuss-Fans (!) hat seit der Weltausstellung in Shanghai dort eine Tochter – nämlich das Zotter Chocolate Theatre Shanghai. Und einen Abstecher zu diesem süßen, steirischen Brückenkopf – auch wenn nicht immer offiziell – gibt’s bei jedem Shanghai-Besuch.

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