Biennale: Alle Zutaten für Mega-Empörung

Kritiker wittern Riesen-Skandal im Österreich-Pavillon. Hält die Biennale Florentina Holzinger aus? Europas radikalste Performance-Künstlerin.

Ab 6. Mai bespielt Florentina Holzinger den österreichischen Pavillon der Kunst-Biennale in Venedig. „Ich hab’ ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, nochmal in Italien arbeiten zu dürfen“, sagt die Künstlerin im „ZEIT“-Magazin (Nr. 10/2026). Damals, 2016, stellte ein Abgeordneter der Forza Italia eine parlamentarische Anfrage nach ihrer Performance beim Festival in Terni. Weil dort öffentliche Mittel „für Aufführungen zweifelhafter Ethik verwendet werden“. Danach fand das Festival nie wieder statt.

„Die Kunst der Zumutung“

Florentina Holzinger bohrt sich hartnäckig ins eigene Fleisch. Auszug aus dem „ZEIT“-Porträt über Holzinger: „… am Ende ihrer Shows, wie Holzinger ihre Vorstellungen nennt, ist der Bühnenboden rutschig. Nass von echtem und von künstlichem Blut, von weiblichem Ejakulat, von Erbrochenem oder dem, was zumindest so aussieht. Erfahrene Theatergänger meiden die erste Reihe entsprechend oder, je nach Neigung, suchen sie gezielt. Holzingers Abende sind meist ausverkauft – ein Satz, den man über das Theater selten schreibt.“

In dem Stück „Tanz“ lässt die Choreografin Frauen in die Luft ziehen, an Metallhaken, die sich durch ihre Rücken bohren.

Lesen Sie morgen: Niemand weiß vorher, ob sie scherzt oder es in ihrer Show ernst meint.

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