Von der Murinsel auf die größte Bühne Europas
Er ist ein geborener Steirer. Im Jahr 1973 erblickte Michael Stockinger in Leoben das Licht der Welt. Anfang der 2000er-Jahre wirkte er erstmals in einem Film mit und gab sich den Künstlernamen Ostrowski. Seinen Durchbruch feierte er 2004 mit dem Kinofilm „Nacktschnecken“. Und am kommenden Wochenende steht das Multitalent Michael Ostrowski, 53, beim Eurovision Song Contest in Wien auf der größten Bühne Europas. Aber auch er fing klein an.
Seit zwölf Jahren moderiert er den Schlagergarten Gloria in Graz. In einem Gespräch mit der Wochenzeitung „Die ZEIT“ (10/2026): „Da kamen anfangs 150 Leute, nun sind es 4.000 im Volksgarten. Das ist auch quasi Mainstream.“ Neben seinem Studium an der Uni in Graz (Englisch und Französisch) spielte er am Off-Theater im Bahnhof. Dort hatte er einen großen Freiraum. „Da habe ich gelernt, dass ich auch ohne viel Vorbereitung auf jede Bühne gehen kann.“ Das Merkmal einer guten Show aus seiner Sicht: „Die Verbindung mit dem Publikum. Ohne die wird es sonst sofort fad.“
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Wie man Ostrowski kennt, hat er sich in den letzten Monaten intensiv auf das kommende Wochenende vorbereitet. So soll er bei der ESC-TV-Show sogar selbst auch gesanglich in Aktion treten. Zitat aus der ZEIT: „Wenn ich etwas mache, gilt: Es sollte leicht durchgeknallt sein.“ Und: „Ich bin ja kein Moderator, dem man einen Text gibt, ich schreibe ja selbst … und habe mich gefragt: Wo ist da der Raum für mich? Aber ich hab’ von Anfang an klar gemacht: Ohne den kann ich es nicht machen. Das ist mein Anspruch.“
Privat ein Kämpfer
Der 53-jährige gegenwärtig wohl populärste Künstler Österreichs ist vierfacher Vater. Und da braucht er viel Kraft und Kämpfer-Qualitäten. Denn sein zweitgeborener Sohn Janosch kam nämlich mit Down-Syndrom zur Welt. Das österreichische Schulsystem sieht vor, dass Jugendliche mit Behinderung spätestens mit 16 Jahren die Schule verlassen müssen.
Ostrowski schafft es aber mit viel Einsatz und seiner Bekanntheit, dass Janosch bis 18 Jahre in der Schule bleiben konnte. Doch auch das Danach bleibt schwierig: „… es gibt ja keine Jobs. Du suchst wie ein Trottel, bis du etwas findest. Jetzt arbeitet er einen Tag die Woche in einem Büro und zwei Tage geht er in eine Theater-Akademie.“ Sein Sohn ist nun 23. „Er wird immer selbstständiger. Und das zu erleben ist schön.“ (Die ZEIT 10/2026).






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