60 % der E-Bike-Akkus wiederverwertbar
Über 1 Million E-Bikes sind auf Österreichs Straßen unterwegs – alle mit einem Lithium-Ionen-Akku, der im Schnitt 6 bis 8 Jahr hält. Laut EU-Batterieverordnung müssen E-Bike-Akkus ab dem kommenden Jahr 2027 entnehmbar und austauschbar sein. Damit steht auch die gemeinsame Initiative von Saubermacher und dem deutschen Unternehmen Liofit künftig auf einer stabilen gesetzlichen Basis.
Am Saubermacher-Standort in Premstätten landen pro Jahr 50 Tonnen ausrangierte E-Bike-Akkus. Diese können nun sortiert und qualitativ „bewertet“ werden, ohne diese öffnen zu müssen. Konkret passiert das an drei Stationen mittels einer mobilen, von Liofit entwickelten KI-unterstützten App. Sie liest mittels Handy-Scan das Etikett des Akkus aus und gleicht sie im Hintergrund automatisiert mit einer Akku-Datenbank, die über 1.000 verschiedene Modelle umfasst, ab.
Bei 60 Prozent der Akkus gibt die App „grünes Licht“ – sprich der Akku eignet für eine mögliche Reparatur oder zur Entnahme von Ersatzteilen. In vielen Fällen sind 90 Prozent der Zellen in einem Akku intakt und nur 10 Prozent kaputt. Je nach Alter des Akkus können dann entweder nur die kaputten Zellen getauscht oder der Akku zur Demontage für Erstatzteile genützt werden. Jeder Akku sei eben anders und müsse individuell geprüft und ausgebaut werden, erläutern die Verantwortlichen von Liofit heute beim Lokalaugenschein in Premstätten. Erst wenn eine Wiederverwendung des gesamten Akkus oder von Einzelteilen nicht mehr möglich ist, gibt die App „rotes Licht“ und der Akku wandert direkt in das Recycling (Metall, Kunststoff, Elektronik, usw.).
„Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, wertvolle Rohstoffe möglichst lange im Kreislauf zu halten und dadurch CO2-Emissionen und Kosten einzusparen“, so Saubermacher-Gründer Hans Roth. „Gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität und unterstützen die zunehmende Bedeutung des Radfahrens im Alltag.“






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