Reflexion und Blick in die Zukunft

Kunsthaus Graz feiert 20 Jahr-Jubiläum mit bemerkenswertem Ausstellungsprogramm

„Ich sehe das Kunsthaus als einen Ort des Experimentes, des Dialoges und der Inklusion“, so Andreja Hribernik heute bei der Präsentation des Jahresprogramms des Kunsthaus Graz. Seit 1. Jänner zeichnet sie als neue Leiterin für das Haus verantwortlich. Das Kulturhauptstadtjahr 2003 war auch das Geburtsjahr eines der architektonischen Wahrzeichens der Stadt. Das Kunsthaus diskutiert seither in seinen Ausstellungen und Projekten aktuelle gesellschaftliche Fragen, es initiiert die Entstehung neuer Kunstwerke und verwirklicht vielfältige Vermittlungsprogramme und Veranstaltungen.

Im Jubiläumsjahr erwartet die Besucher:innen ein bemerkenswertes Ausstellungsprogramm. Hribernik: „Es geht um Annäherungen an das Thema der Trennung, der Abgrenzung, des Überschreitens, des Zusammenkommens und um Übergreifendes. Der rote Faden, der sich durch das Programm 2023 zieht, mündet im Herbst in die Ausstellung mit dem Haupttitel Re-Imagine the Future, mit der wir sowohl die letzten 20 Jahre reflektieren als auch unseren Blick in Zukunft richten.“

Wir geben eine kurze Übersicht der sieben Ausstellungen:

Ingrid Wiener, Martin Roth
Von weit weg sieht man mehr

Eröffnung: 9. Februar
Laufzeit: bis 21. Mai
Kuratiert von Katrin Bucher Trantow, Michaela Leutzendorf Pakesch

Die eine webt, was sie sieht, sie zeichnet und schreibt, was sie träumt und ist berühmt für ihre Küche. Der andere schafft Kultur-Landschaften und widmet sich der Konzeptkunst und der Minimal Art aus der Perspektive alles Lebendigen.

Was beide eint, ist der staunende Blick auf die Umwelt aus der Distanz. Der Mensch, vergänglich wie alle Materie, ist an den Rändern dieser Welten gut aufgehoben: beobachtend, ermöglichend und lernend.

Isa Rosenberger
Schatten, Lücken, Leerstellen

Eröffnung: 9. Februar
Laufzeit: bis 1. Mai
Kuratiert von Barbara Steiner (Stiftung Bauhaus Dessau), Alexandra Trost (Kunsthaus Graz)

Mit ihren filmisch-installativen Arbeiten begibt sich Isa Rosenberger auf Spurensuche, um dem Verborgenen, Verdrängten und Vergessenen – meist feministischer Frauengeschichte – Raum und Sichtbarkeit zu geben.

Gezeigte Arbeiten: Espiral (2010, 2013), Courage (2015), … das weite Land, woher sie kommt (2019, 2020), Café Vienne … full of spirits so free (2014), MANDA (2023, Neuproduktion in Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau).

Anna Spanlang
Baby better have my menstruation. I ain’t no museum

Eröffnung: 22. März
Laufzeit: bis 30 April
In Kooperation mit Diagonale '23

Anna Spanlang zeigt in einer mehrteiligen, ortsspezifischen und interaktiven Intervention im Kunsthaus Graz neue Arbeiten aus ihrer kollaborativen Filmpraxis. Sie ist die Autorin des Trailers der Diagonale’23, der im Vorfeld und während der Diagonale in den österreichischen Kinos zu sehen sein wird und in fließendem Zusammenhang mit der Ausstellung „Baby better … „im Kunsthaus Graz steht.

Körper und Territorium – Grenzübergreifende Dialoge.
Eine Kooperation mit MSU Zagreb

Eröffnung: 25. Mai
Laufzeit: bis 27. August
Kuratiert von Katia Huemer (Kunsthaus Graz), Jasna Jaksic, Radmila Iva Jankovic (MSU)

Die Ausstellung ist als nachbarschaftlicher Dialog zu verstehen, in dem verbindende Elemente künstlerischer Praktiken rund um die Themen von Körper und Identität sichtbar werden.

Plamen Dejanoff – Heritage Project

Eröffnung: 7. Juni
Laufzeit: bis 27. August
Kuratiert von Katrin Bucher Trantow

Die Schau des österreichisch-bulgarischen Künstlers zeigt neue, kunsthandwerklich präzise recherchierte Arbeiten, die einem gemeinsamen Kulturerbe nachgehen. Er stellt anhand des Familienerbes – postkommunistisch an die Familie zurückgefallen – die Frage nach den Grenzen des Besitzes von architektonischem, künstlerischem und handwerklichem Wissen.

Re-Imagine the Future – 20 Jahre Kunsthaus Graz

Eröffnung: 27. September

Space01: Sol LeWitt’s Wall. Performed
Laufzeit: bis 1. September 2024
Kuratiert von Katrin Bucher Trantow

Space02: Die/Der/Das Andere
Laufzeit: bis 14. Jänner 2024
Kuratiert von Andreja Hribernik

Mit einer differenzierten Re-Aktivierung von Geschichte, mit spezifischen künstlerischen Neuproduktionen und performativen Interventionen feiert das Kunsthaus am 27. September die Eröffnung von zwei Ausstellungen und den 20. Geburtstag das Kunsthaus Graz.

Eine Gruppenausstellung zu Themen der Identität, Geschichte, Zugehörigkeit und Ausgrenzung verbindet sich mit der Reaktivierung der monumentalen Arbeit „Wall“ von Sol LeWit. Zusammen geben sie dem Kunsthaus Graz als Produktionsort die Möglichkeit, verschiedene Partner:innen im Rahmen von Beteiligungen und Interventionen (wieder) einzuladen, das Haus performativ zu nutzen bzw. zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Beziehung zu setzen.

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