Kilger die Nächste: Auch bei dieser Pleite geht es um Millionen
Die Kette an Insolvenzen im Unternehmensgeflecht des bayerischen Investors Hans Kilger reißt nicht ab. Nachdem ja bereits über das Vermögen mehrerer Gesellschaften der „Kilger-Gruppe“ Insolvenzverfahren eröffnet wurden, hat heute der Alpenländische Kreditorenverband bekannt gegeben, dass nun auch über die Kilger KG mit Sitz in 8430 Leibnitz ein Insolvenzverfahren beantragt worden ist – im Konkreten ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung.
Die Ursachen der Insolvenz dürften darin liegen, dass in Folge der Insolvenzen innerhalb der „Kilger-Gruppe“, insbesondere der Domaines Kilger GmbH & Co KG, seitens der finanzierenden Bank die Kreditlinie fällig gestellt wurde und Versuche einer Prolongation bzw. Stundung erfolglos blieben.
Die Verbindlichkeiten betragen rund 2,679 Millionen Euro, wovon der Großteil (2,447 Mio.) auf Bankverbindlichkeiten entfallen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Dienstleistern sind gering.
An Aktiva sind vor allem die beiden Liegenschaftsobjekte in Leibnitz und Heimschuh vorhanden, aus welchen monatliche Mieteinnahmen in Höhe von 5.650 Euro netto erzielt werden, welche mit rund 2,5 Millionen Euro in Ansatz gebracht werden. Unter Abzug von Aus-/Absonderungsrechten gibt man die sonderrechtefreien Aktiva mit rund 73.000 Euro an.
Weitere Vorgangsweise
Das Unternehmen soll fortgeführt werden und wird den Gläubigern ein vorerst den gesetzlichen Mindesterfordernissen entsprechender Sanierungsplanvorschlag unterbreitet: Die Insolvenzgläubiger erhalten auf ihre Insolvenzforderungen eine Sanierungsplanquote von insgesamt 30 %, zahlbar längstens binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans; nicht jedoch vor rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplanes.
Die Finanzierung soll insbesondere aus der Verwertung der Liegenschaftsobjekte erfolgen, wobei man davon ausgeht, dass nicht nur die pfandrechtlich besicherten Verbindlichkeiten vollständig abgedeckt werden können, sondern auch ein darüber hinausgehender Erlös zur quotalen Befriedigung der unbesicherten Gläubiger verbleiben wird.
Quelle: AKV









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