Leichtsinnige Zugsurfer legten Koralmbahn lahm

Zwei Burschen konnten flüchten. Identität bisher noch unklar.

Am vergangenen Samstag Abend (18.7.) langte bei der Polizei ein Notruf ein, wonach am Bahnhof Kühnsdorf zwei oder drei Personen auf das Dach eines Intercity-Zuges der ÖBB aufgestiegen wären. Der Personenzug, welcher in Richtung Graz unterwegs war, hatte beim Eintreffen der Polizeistreifen seine Fahrt bereits wieder fortgesetzt und in der Nothaltestelle des Koralmbahntunnels angehalten.

Die Suche der Polizei nach den vermutlich Jugendlichen verlief zunächst ergebnislos. Bei den Erkundungsfahrten der ÖBB konnten dann zwei Personen angetroffen und wieder in Richtung Kärnten mitgenommen werden. Die Burschen flüchteten jedoch noch vor der geplanten Übergabe an die Polizei am Bahnhof St. Paul im Lavanttal.

Da zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich eventuell eine weitere Person im Koralmbahntunnel befindet, erfolgten weitere Erkundungsfahrten der ÖBB zwischen den Bahnhöfen St. Paul im Lavanttal und Weststeiermark. Diese sowie eine weitere Suche der Polizei verliefen jedoch ergebnislos. Weder ein dritter Jugendlicher noch die beiden geflüchteten Burschen konnten bisher ausgeforscht werden. Bei der Polizei sind mehrere Hinweise zu den betroffenen Personen eingegangen. Diesen Hinweisen wird derzeit durch die ermittelnden Beamten nachgegangen.

Der Koralmbahntunnel hatte für rund drei Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden müssen. Was klarerweise für entsprechenden Ärger bei vielen ÖBB-Kunden sorgte. Kam es doch in der Folge zu Verspätungen. Mehrere Züge fielen komplett aus. Aus Kapazitätsgründen richteten die ÖBB auch keinen Schienenersatzverkehr zwischen Klagenfurt und Graz ein. Es war der erste derartige Vorfall auf der im vergangenen Dezember eröffneten Koralmbahnstrecke.


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