Großer Anteil der Jungen beim 4:0 über Edinburgh
Wenn im Fußball zum Wollen auch das Können gegeben ist und Spielglück zum richtigen Zeitpunkt – dann ist das ein guter Moment. Gestern (21.7.) beim Heimspiel und dem (zu) hohen Sieg von Sturm Graz gegen die Hearts of Midlothian war ein solcher Abend.
Zuletzt hat das starke Team aus Edinburgh im letzten Meisterschaftsspiel in Schottland erst wenige Minuten vor Spielende gegen Celtic Glasgow das Gegentor kassiert. Und sind so NUR Vizemeister in der dortigen 12er-Premier-League geworden. Wie Sturm Graz hätten sie Historisches mit dem Meistertitel in der abgelaufenen Saison schaffen können. Der Hauptstadtklub hätte als erster Klub seit Aberdeen 1985 die Trophäe aus Glasgow entführen können. Und für die Hearts wäre es nach 66 Jahren wieder ihre fünfte Meisterschaft gewesen.
Historisches passierte aber dafür gestern in Liebenau. Erstmals in einem Play-Off für die Champions League (!) trugen Jung-Profis – auch aus dem eigenen Nachwuchs – zum ungefährdeten Sieg entscheidend bei. Und legten damit das Fundament, dass die Tür zumindest zur Europa-League-Gruppenphase weit offen steht.
Einer davon ist Jacob Hödl, 19, als Mittelfeldspieler. Der bereits in der abgelaufenen Saison mehrfach aufgezeigt hat, welches Potenzial in ihm steckt. Seine Präsenz im Spielaufbau, sein Zug zum Tor, seine Technik ließen die heimischen ORF-TV-Moderatoren schwärmen.
Ein Zufall?
Jacob Hödl erinnert von seinem Haarschnitt, seinem Erscheinen und seiner Dynamik her irgendwie an Jude Bellingham, den 23-jährigen britischen Mega-Star. Der allerdings ist zumindest einen Kopf größer. Von der Größe her „mithalten“ kann Luca Weinhandl. Der zweite heimische Jung-Profi, immerhin schon mit der U17 Vizeweltmeister. Nicht nur durch sein Tor, einer der Kommenden aus der „new generation“. Gemeinsam mit Jeyland Mitchell (Costa Rica), Seedy Jatta (Norwegen), Ryan Fosso (Schweiz), dem Ex-Hartberger Jürgen Heil werden sie künftig das Spiel bei Sturm bestimmen.
Die Sportverantwortlichen bei Sturm Graz haben endlich den Weg „für die Zukunft“ eingeschlagen. Weniger (mittelmäßige) Legionäre, mehr Chancen dem heimischen Nachwuchs. Natürlich auch behaftet mit Risiko. In den Ergebnissen wird es genauso Rückschläge geben. Aber diese sind auch für die Fans leichter zu akzeptieren, wenn dafür offensiver und technisch hochwertiger Fußball gespielt wird.









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