„… ich muss positiv bleiben“
Der schwarze, buschige Oberlippenbart – bei uns auch Schnauzer genannt – war sein Markenzeichen. Sein fröhliches Gesicht mit dem breiten Lachen und der hohen Stirn machten ihn als TV-Koch mit unzähligen Auftritten für ein Millionen-Publikum im deutschsprachigen Raum sozusagen „weltberühmt“. Seit der Nachricht im Mai über seine Krebserkrankung hat Johann Lafer viel Anteilnahme erfahren.
Er ist als Herzbotschafter Steiermarks Aushängeschild und hat viel dazu beigetragen, dass unser Bundesland von Urlaubern auch als Genussregion entdeckt worden ist – und heute eine anerkannte Adresse.
Anlässlich seines 50-jährigen Berufsjubiläums gab es für Johann Lafer daher natürlich auch eine große Feierlichkeit in Graz. Denn gelernt hat er im traditionsbekannten Gösser Bräu in der Innenstadt den Beruf Koch. In Fernsehinterviews spricht er offen, dass diese Zeit kein „Honigschlecken“ für ihn als junger Mensch war und verherrlicht sie damit nicht. Aus beruflichen Gründen ging er nach der Lehre nach Berlin. Und in Deutschland schaffte er eine unglaubliche Karriere, die ihn zum Meister der Kochshows und Quotenkönig machte.
Nach und neben dem Höhenflug musste er auch lernen, mit Tiefschlägen umzugehen. Einer war sein Verfahren über den ihm vorgeworfenen Steuerbetrug. Dieses zog sich über Jahre dahin und belastete Johann Lafer und sein Umfeld schwer. Durchaus möglich, dass seine Krebserkrankung auch eine „Spätfolge“ dieser turbulenten Zeit ist.
Anlässlich seines Jubiläums in Graz, ohne den Schnauzer, aber mit Steirerhut, als neues „Kennzeichen“ zu seiner jetzigen herausfordernden Lebensphase angesprochen: Mitleid wolle er keines: „Ich hab ungefähr ein paar tausend Mails bekommen in den letzten Wochen und Monaten mit Ratschlägen, mit Genesungswünschen und sonstigen Dingen. Ich glaube, ich könnte morgen ein Institut aufmachen für Beratung bei bestimmten Krebsarten. Aber ich kann euch das sagen: Interessiert mich nicht. Weil am Ende muss ich selber damit klarkommen. Ich muss Vertrauen haben zu den Ärzten, zu mir selber – und ich muss positiv bleiben.“ (Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3363608/)









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