Nach Debakel bei GR-Wahl: nur noch 2 Mandate im 48-köpfigen Gemeinderat!

Grazer SPÖ muss und will sich neu erfinden

Die SPÖ Graz startet einen umfassenden politischen und organisatorischen Neustart. Unter dem Titel „Graz am Wort“ sind in einem ersten Schritt alle Grazerinnen und Grazer eingeladen, ihre Anliegen, Ideen und Erwartungen an die Sozialdemokratie einzubringen. Die Ergebnisse sollen bestimmen, mit welchen Themen und konkreten Lösungen sich die SPÖ Graz in den kommenden Monaten auseinandersetzt.

SPÖ-Landesparteivorsitzender Max Lercher und Klubobmann Hannes Schwarz stellten heute die Initiative vor. Gemeinsam mit den beiden Gemeinderäten Daniela Schlüsselberger und Patrick Trabi, die den Prozess in den kommenden Monaten leiten werden.

Alle Grazer Haushalte sind gefragt

In den kommenden Tagen erhalten die Grazer Haushalte einen persönlichen Brief von Lercher. Im Mittelpunkt stehen zwei einfache Fragen: Was muss sich in Graz verbessern? Und können Sie sich vorstellen, die SPÖ auf diesem Weg kritisch zu begleiten?



Rückmeldungen sind über graz-am-wort.at, über den QR-Code im Brief oder telefonisch unter +43 5 0702 6111 möglich. Eine SPÖ-Mitgliedschaft ist dafür ausdrücklich nicht notwendig – ganz im Gegenteil. Alle Grazerinnen und Grazer sind gefragt.

Öffentlicher Auftakt am 2. Dezember

Dann folgt der nächste Schritt -mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung in der Bakerhousegallery Graz. Gemeinsam mit Experten sowie interessierten Grazern sollen erste Fragen zur Zukunft der Stadt diskutiert werden.

„Rotes Graz“: Debakel wie sonst nirgendwo

In keiner andern österreichischen Stadt durchlebt die Sozialdemokratie ein solches politisches Debakel wie in Graz. Jahrzehntelang galt die steirische Landeshauptstadt als rote Hochburg und damit Bürgermeisterpartei. Nach mehr als 100 Jahren in der Stadtregierung ist sie aufgrund ihres politischen Abstiegs seit 2017 dort nicht mehr vertreten. Also, vor nicht einmal zehn Jahren, stürzte sie bei der Gemeinderatswahl auf nur 10,1 Prozent ab. Und vor wenigen Monaten, am 28. Juni 2026, wurde sie sogar auf rund 5 Prozent halbiert und hat somit nur noch zwei Sitze (!!) im 48-köpfigen Gemeinderat. Jetzt sucht man eben verzweifelt nach einer neuen Vorsitzenden oder einem neuen Vorsitzenden.

KLIPP bat den SPÖ-Parteivorsitzenden Max Lercher am Rande der Pressekonferenz vors Mikrofon, was Gründe für das Debakel gewesen sind:

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