Rätselraten in Schladming wegen Helene Fischer: Was macht es so zäh?

„Oh Jubel, oh Freud’“, stimmte man in Schladming im Frühsommer an, als man mit großem Trommelwirbel bekanntgab: Niemand Geringerer als Deutschlands Schlager-Superstar Helene Fischer wird am 11. Dezember 2026 beim schon traditionellen Ski-Opening auf der Bühne stehen.

Keine Überraschung daher: Binnen weniger Stunden waren die rund 13.000 Tickets für das Konzert im Planai-Stadion weg – hieß es AUSVERKAUFT! Daraufhin entschloss sich Veranstalter Klaus Leutgeb, für den Tag darauf, den 12. Dezember, einen zweiten Auftritt des Megastars anzukündigen.

Doch der Ansturm auf die Tickets blieb und bleibt überschaubar. Woran das abzulesen ist: Dass es in den beiden größten Medien des Landes – „Kleine Zeitung“ und ORF Steiermark – seit der Ankündigung des Zusatzkonzerts Dutzende großformatige Anzeigen dafür gegeben hat (Stand 29. Oktober 2026). Also ein Werbeaufwand, für den man locker und leicht fünfstellige Euro-Beträge bereitstellen muss.

Auch bei mehrmaligen Anrufen in den letzten Wochen für „Gruppenbesuche“ hieß es immer: „Es gibt noch Tickets.“ Für den Wunsch, als Fan in Schladming dabei sein zu wollen, sind es zumindest 150 Euro pro Person und was dann alles noch so dazu kommt.

Millionenpublikum war dabei

Bei ihrem fulminanten Auftritt in der TV-Sendung „10 Jahre Schlagerboom“ mit Moderator und Ex-Lebenspartner Florian Silbereisen vor zwei Wochen kündigte Helene Fischer das Erscheinen ihres, nach einer Unterbrechung von drei Jahren, neuen Albums für Anfang Dezember 2026 selbst an. Und sie verwies dabei auch auf ihr Gastspiel mit der neuen Show in Schladming vor Weihnachten. Ob diese Werbebotschaft vor einem Millionenpublikum den Ticketverkauf beschleunigt hat, wird sich weisen.

Eine Erklärung für den eher zähen Verkauf des Zusatzkonzerts: Schladming und die Planai liegen in den österreichischen Bergen, haben ein Top-Image als Ski-Destination – sind aber vom Einzugsgebiet für die Fans von Helene Fischer nicht mit dem Großraum München oder anderen Städten vergleichbar. Wo die beliebteste Schlagersängerin mehrfach die Hallen füllt.

Dazu kommt: Mit einmal Nächtigen kostet ein Ausflug für zwei Personen nach Schladming doch gleich stramme 600 Euro. Und das in diesen Zeiten, wo die Familienbudgets ohnehin wegen Weihnachten meist extrem belastet werden. Da überlegt man sich das dann doch zwei Mal ...

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