Versicherer: „Kosten für Klimaschäden explodieren“

Wiener-Städtische-Generaldirektor Ralph Müller und Landesdirektor Michael Witsch

Dass wir in einer Epoche des Klimawandels leben, lässt sich auch an den Kosten für Unwetterschäden ablesen, die Versicherungen dafür ausgeben müssen. „Mehr als 200 Millionen Euro betrug die Schadenssumme“, so Wiener-Städtische-Generaldirektor Ralph Müller gestern in Graz, „die die Wiener Städtische Versicherung im Vorjahr aufwenden musste.“ In den 200 Jahren ihres Bestehens habe es bei der Wiener Städtischen Versicherung noch nie so viele Schäden aus Naturkatastrophen gegeben.

„Auf die Steiermark herunter gebrochen“, so Landesdirektor Michael Witsch, „waren es im Vorjahr 18 Millionen Euro.“ Und heuer scheint diese Summe neuerlich gewaltig zu steigen. Mit 3,4 Millionen Euro waren die Unwetterschäden in den ersten drei Monaten bereits doppelt so hoch wie im Vorjahr. Dabei erleben wir gerade in diesen Tagen und Wochen die eigentliche Unwetter-Zeit des Jahres.

Aufgrund der Inflation und der Teuerung bei Baumaterial ein Rat von Seiten der Versicherer: Darauf achten, dass es nicht zu einer Lücke zwischen der gedeckten Versicherungssumme und den echten Wiederherstellungskosten kommt. Versicherungsnehmer sollten daher die Höhe des Versicherungsschutzes für das Eigenheim regelmäßig prüfen. Vor allem bei Hochwasserschäden sei dieser oft zu gering.

In der aufkommenden Zinswende sieht Ralph Müller einen Wandel zum Positiven. Dies würde die Lebensversicherung – die Wiener Städtische ist einer der großen Anbieter am Markt – wieder attraktiver machen. Die Wiener Städtische habe zur Zeit Kundengelder in der Höhe von 23 Milliarden Euro veranlagt. Fondsgebundene Versicherungen werden ertragsmäßig stärker unter Druck kommen. Aber bei einer Laufzeit von 20 Jahren und darüber hinaus rechne sich dies noch immer, rät der Wiener-Städtische-Manager von spontanen Rücktrittsüberlegungen ab.

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