Vorsorge für „finanzielle Gesundheit“
92 Prozent der Steirer empfinden finanzielle Vorsorge als wichtig und 38 Prozent schätzen ihr Risiko für Altersarmut als hoch ein. „Mit 73 Prozent zweifeln knapp drei Viertel der Steirerinnen und Steirer daran, einmal eine ausreichend hohe Pension vom Staat zu erhalten. Dass bereits heute jeder vierte Steuereuro in die Stützung der öffentlichen Pensionen fließt, verunsichert mittlerweile 8 von 10 Befragte“, erläutert Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin Wiener Städtische, die aktuelle Situation.
Jeder sechste Befragte geht gar davon aus, in der Pension weiter arbeiten zu müssen, um im Alter gut über die Runden zu kommen.Die Vorsorgestudie 2026 von Erste Bank und Sparkassen und der Wiener Städtischen zeigt: Immer mehr Menschen in der Steiermark bezweifeln, im Alter allein mit der staatlichen Pension ihren gewohnten Lebensstandard halten zu können.
Gleichzeitig steigt das Bewusstsein, dass finanzielle Gesundheit weit über die reine Altersvorsorge hinausgeht. Sie umfasst finanzielle Sicherheit im Alltag, die Fähigkeit, Krisen abzufedern, persönliche Ziele zu erreichen und langfristig selbstbestimmte Entscheidungen treffen zu können. Vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen und weltweiter geopolitischer Unsicherheiten wächst damit auch der Bedarf an Orientierung und verlässlichen Partner:innen, die Menschen bei langfristigen finanziellen Entscheidungen begleiten. Das Pensionsthema werde aufgrund der Alterspyramide zur „Steilwand für die Demokratie“, so Studienautor Paul Eiselsberg.
Vermögensvorsorge breit gestalten
Fragt man die Menschen im Bundesland nach den bereits genutzten Vorsorgeinstrumenten, werden die Anlage-Klassiker genannt: Sparkonto (42 %), Lebensversicherung (41 %) und das Bausparen (23 %). Es folgen Fondssparpläne und Wertpapiere (21 % bzw. 20 %), Immobilien (14 %) und Gold (11 %). Auffallend dabei ist, dass erstmals seit Jahren in der Steiermark das Sparkonto (-17PP) weniger stark nachgefragt ist – die Lebensversicherungen (+6PP) hingegen an Beliebtheit zulegen konnte.
„Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen in der Steiermark bereit sind, Verantwortung für ihre finanzielle Zukunft zu übernehmen. Entscheidend ist dabei eine langfristige und zur persönlichen Lebenssituation passende Vorsorgestrategie. Dazu gehört auch ein durchdachter Produktmix mit klassischen Sparprodukten und Wertpapieren für mehr Chancen und Sicherheit. Als Steiermärkische Sparkasse begleiten wir unsere Kund:innen als verlässliche Partnerin mit Beratung und Orientierung – gerade in bewegten Zeiten“, so Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse.
Der durchschnittliche monatliche Vorsorgebetrag liegt österreichweit mit 225 Euro weiterhin auf einem hohen Niveau. Männer investieren durchschnittlich 265 Euro pro Monat, Frauen 179 Euro.







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