Alles für die Frösch’
Auch wenn es draußen derzeit noch sehr frostig ist und der Frühling noch weit entfernt scheint: ruft der Naturschutzbund schon jetzt zur Anmeldung bei seiner sogenannten „Froschklaub-Börse“ auf. Denn bald beginnen wieder tausende Frösche, Kröten und Salamander ihre Wanderung zu ihren Laichgewässern – und sind dabei auf Hilfe angewiesen.
Wenn die Temperaturen milder werden, die Nachttemperaturen über 6 Grad steigen, erwacht der Springfrosch – gefolgt von Grasfrosch und Erdkröte – als erster aus seiner Winterstarre. Die drei Frühzünder beginnen bereits ab Mitte Februar zu ihren Laichgewässern zu wandern.
Doch auf dem Weg dorthin lauern lebensgefährliche Barrieren – die Straßen. „Wichtig ist es, den Zeitpunkt des Wanderns nicht zu verpassen, denn sonst ,landen sie’ tot am Asphalt“, so Oliver Gebhardt, Leiter der steirischen Naturschutzjugend.
Zäune, Kübel und Teamarbeit
Eine bewährte Akut-Maßnahme, um den Amphibien eine sichere Wanderung zu ermöglichen, ist die sogenannte Zaun-Kübel-Methode. Man kennt ja die grünen Froschzäune, die im Frühjahr die Straßenränder säumen. „Hinter den Zäunen werden alle zehn Meter Kübel in den Boden eingegraben, in die die Frösche bei ihrer Wanderung entlang des Zauns plumpsen“, erklärt Gebhardt im KLIPP-Telefonat.
Die Froschklauber – allesamt ehrenamtlich – sammeln die Tiere in der Früh und am Abend aus den Kübeln und setzen sie auf der anderen Straßenseite ab. Die einzelnen Amphibienarten werden mittels Erhebungsbögen auch erfasst und gezählt. Rund 15 Arten gibt es in der Steiermark, wobei der Grasfrosch und die Erdkröte am häufigsten vorkommen, wie Gebhardt weiß.
Eine Woche vor Wanderbeginn werden die bis zu 600 Meter langen Zäune entlang der Straßen aufgestellt. Das Froschklauben selbst erfolgt dann über einen Zeitraum von rund einer Woche. Eine arbeitsintensive, aber lohnende Aufgabe. Tag für Tag können so Amphibien hautnah erlebt und – vor allem – viele Frosch-Leben gerettet und damit ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz geleistet werden. „Wir haben 12 Standorte in der Steiermark, hauptsächlich im Norden von Graz, wo wir insgesamt auch schon über 12.000 Tiere gerettet haben.“
Fröscheklauben leicht gemacht
Der Naturschutzbund hat 2023 die Froschklaub-Börse gemeinsam mit den Regionalkoordinatoren ins Leben gerufen. Auf der Froschklaubbörse-Homepage des Naturschutzbundes sind alle Strecken in ganz Österreich eingezeichnet, an denen noch dringend Helfer*innen benötigt werden. HIER können die Strecken eingesehen werden und mit nur drei Klicks geht es zur Anmeldung. Man gibt dann die gewünschte Strecke sowie die Tage an, an denen man Zeit hat. Nach dem Motto: Alles für die Frösch’ ...







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