Mit Koralmbahn: Erfolg für Graz schon spür- und hörbar
Der Tourismusverband Erlebnisregion Graz hat die Kärntner Märkte schon lange vor der Eröffnung der Koralmbahn bespielt. Dies macht sich schon bemerkbar bei den Tagestouristen. „Wenn nicht spürbar, dann zumindest hörbar“, wie es Graz-Tourismus-Chef Dieter Hardt-Stremayr heute bei der Präsentation der Zahlen des vergangenen Jahres im Grazer Traditionshotel Gollner ausdrückt.
Susanne Haubenhofer, Geschäftsführerin der Erlebnisregion Graz zu den gesetzten Aktivitäten am Kärntner Markt: „Gerade der Grazer Advent – die Koralmbahn ist ja Mitte Dezember gestartet – mit den Kulturveranstaltungen danach und dem Cirque Noël waren ein sehr guter Anknüpfungspunkt.“ Man habe gemerkt, dass die Kärntner sehr gut darauf reagiert haben. Auch Gewinnspiele wurden gemacht, mit Verlosung von Nächtigungen in Graz, worauf sich viele gemeldet haben. „Die sind auch hier geblieben und haben Nächte angehängt. Auch Kooperationen zwischen den Bühnen Graz und dem Stadttheater Klagenfurt sind wichtig, um Inhalte transportieren zu können.“
Wichtig seien auch die Gäste aus dem oberitalienischen Raum – vor allem bei den Nächtigungen, zumal sich die Anreise durch die Koralmbahn signifikant verkürzt. Das werde sich vor allem im kommenden Advent und auch das ganze Jahr über stärker bemerkbar machen, hofft Haubenhofer auch im kommenden Jahr auf einen weiteren Anstieg bei den Nächtigungen.
Insgesamt verzeichnet die steirische Landeshauptstadt im abgelaufenen Jahr 2025 rund 1,5 Millionen Nächtigungen. „Ein Anstieg um 5,2 Prozent bzw. rund 72.500 zusätzliche Nächtigungen gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde ein neuer Bestwert erreicht, freut sich auch Wirtschaftsstadtrat Kurt Hohensinner.
Events bringen Nächtigungen
Um in Zukunft noch mehr Gäste nach Graz zu bringen, setzt man vor allem auch auf Events – von Austrian Darts Open, über den Graz Marathon bis hin zur Diagonale, Klanglicht oder dem Silvesterspektakel. „Wobei wir da versuchen, etablierte Formate auf ,schwächere Monate’ zu legen“, so Susanne Haubenhofer, Geschäftsführerin des Tourismusverband Erlebnisregion Graz. Da sei man mit Veranstaltern in Kontakt. Als gelungenes „Beispiel“ dafür nennt sie auch das Elevate Festival, das heuer vom 5. bis 8. März bereits zum 25. Mal über die Bühne gehen wird.
Wann kommen die Gäste?
Die stärksten Monate bleiben Juli und August. Aber auch der September etabliert sich zunehmend als „echter“ Reisemonat. Der Oktober entwickelt sich – nicht zuletzt durch die Herbstferien – ebenfalls erfreulich, so die Verantwortlichen. Der Grazer Advent ist auf jeden Fall ein „Zugpferd“. Rund 125.000 Nächtigungen verzeichnete man allein im abgelaufenen Dezember.
Woher kommen die Gäste?
Fast die Hälfte der Graz-Touristen kommt aus Österreich, gefolgt von Deutschland mit rund 20 Prozent. Diese beiden Hauptmärkte sind jedoch gesunken, während im Vorjahr vor allem Polen starke Zuwächse verzeichnet und auch mehr Chinesen und Ungarn in die steirische Landeshauptstadt reisen.
Wie lange bleiben sie?
Im Schnitt „nur“ 1,76 Tage. Aber da sei man auch im Vergleich mit anderen europäischen Städten keine Ausnahme, wo die Gäste zumeist auch nur zwischen 1,5 und maximal 2 Tage im Schnitt bleiben. Dennoch gelte es, die Aufenthaltsdauer der Gäste zu verlängern. Vor allem auch dadurch, dass man die Gäste von Graz in die Erlebnisregion bringt – bis hin zum Lipizzanergestüt Piber.







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