... Kommentar

Man musste kein Experte sein, um dies zu erkennen. Natürlich ein Endspiel, das spannend war. Aber 15:0 Torschüsse in 90 Minuten sagen alles. Dass die Spanier der erwartete, würdige Champion sind und dass es nach der Verlängerung keine ultimative (Zufalls-)Entscheidung im Elfmeterschießen gab.

Zum Glück kam es nicht dazu

Aber, was wäre, wenn …? Ja, wenn in der 120. (!) Minute der Argentinier Giuliano Simeone, noch dazu Sohn des Atlético-Madrid-Trainers Diego Simeone, nach einer traumhaften, gefühlvollen Corner-Flanke von Lionel Messi, die die Spanier nur kurz abwehren konnten, völlig freistehend, aus zehn Metern den Ball in der letzten Minute nicht ins, sondern über das Tor schoss. Die einzige wirkliche Chance für die Argentinier im Finale. Und wieder war es Lionel Messi, der im gesamten Spiel nichts von seiner Genialität zeigen konnte, bis auf zwei Flanken. Und damit bestätigte sich: Ein "spanisch" spielender Argentinier war zu wenig für einen weiteren WM-Titel Argentiniens.

Die Unvergessliche

Der 39-Jährige konnte in New York, die wohl bekannteste und aufregendste Metropole der Welt, seine Mission für Argentinien nicht beenden. Eine würdige „Gedenkstätte“ für den emotional berührenden letzten WM-Auftritt des Megastars in seiner unglaublichen 20-jährigen Karriere.

Er spielte es zu Ende. Aber Messis „Fußball-Sinfonie“ blieb unvollendet. Wie auch die Unvollendete eines Franz Schubert. Und gerade deshalb bleibt sie für immer „die Unvergessliche“.

JL


Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der erste der kommentiert