Grazer KS Engineers liefert Hightech-Prüfstände für Mercedes

Im 200 Millionen Euro schweren und soeben eröffneten „Electric Software Hub“ im deutschen Sindelfingen soll die Transformation von Mercedes-Benz zum E-Vorreiter gelingen. Maßgeblich daran beteiligt ist das Grazer Technologieunternehmen Automotive-Pionier KS Engineers, das wesentliche Prüfstandstechnik an Mercedes liefert.

Mit dem neuen „Electric Software Hub“ untermauert Mercedes-Benz den Anspruch auf die Führungsrolle in Fahrzeug-Software und elektrischer Antrieb. Funktionen zu Software, Hardware, System-Integration und Tests sind seit kurzem in der digitalen Zukunftsfabrik des Automobilbauers in der Nähe von Stuttgart unter einem Dach gebündelt.

Insgesamt hat das rund 600-köpfige Unternehmen KS Engineers sechs schlüsselfertige Prüfstandsysteme für die Gesamtfahrzeugerprobung ausgeliefert. Etwas vereinfacht transferiert die Technologie von KS die Realsituation auf den Hightech-Prüfstand. Klima- oder Batteriesimulation können etwa genauso wie das Verkehrsaufkommen – auf Knopfdruck – angepasst werden. „Bisher umfangreiche, aufwändige Tests und Fahrversuche werden durch die Entwicklung auf unseren Hightech-Prüfständen stark reduziert“, erklärt KS-Geschäftsführer Stefan Pircher. „Das verringert maßgeblich Kosten und Entwicklungszeit, da die erforderlichen Kilometer auch am Prüfstand absolviert werden können – und das Verhalten in unterschiedlichsten Szenarien straßenrealistisch abgebildet werden kann.“ Auch im Hinblick auf die Dauer bis zur Straßenzulassung und die Anzahl benötigter Prototypen seien die Prüfstände von KS ein entscheidender Treiber für Kostenreduktionen, so der Geschäftsführer.

Zukunftsorientierte Mobilität trifft auf Softwarekompetenz

Der frühzeitige Fokus des Grazer Automotive-Zulieferers auf zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte – wie eben den Elektroantrieb – sowie die im Unternehmen weitgediehene Softwarekompetenz verschafft dem österreichischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb mittlerweile einen entscheidenden Vorteil. „Wir verzeichnen eine massive Zunahme der Relevanz von Software in Fahrzeugen. Auch die Testinfrastruktur verlagert sich stark in die Softwarelandschaft. Unsere Prüfstandsysteme bilden nicht nur diese digitalen Entwicklungen vollumfänglich ab, sondern bieten auch auf den Kunden abgestimmte, hochindividuelle Schnittstellen. In dieser Kooperation haben wir daher unsere Kernkompetenz voll ausspielen können“, sind für Pircher die Erfolgsparameter klar. Der erfolgreiche Kurs des Unternehmens hat auch Auswirkungen auf die Anzahl der Beschäftigten: Allein im abgelaufenen Jahr hat KS Engineers 30 Mitarbeiter neu eingestellt. 50 offene Stellen – vom Softwareentwickler über den Projekttechniker bis zum Prüfstandsingenieur – sind momentan ausgeschrieben.

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