Schauspielhaus Graz im Jänner 2023

Deutschsprachige Erstaufführung: HOSPITAL DER GEISTER
nach der Fernsehserie von Lars von Trier und Niels Vørsel

Das Kopenhagener Reichskrankenhaus, genannt „Das Reich“, steht auf unsicherem Grund, denn es wurde vor 100 Jahren auf Sumpfland errichtet. Durch Risse im maroden Gebäude dringen aus der sumpfigen Unterwelt Geister, Monster, Zombies und allerlei andere Horrorfiguren ins Spital ein, in dem Ärzte mit modernster Technologie gegen Krankheit und Tod kämpfen. Wie sehr ist die Vergangenheit Teil der Gegenwart? Und vor allem: Wie durchlässig ist die Grenze zwischen Leben und Tod? Das skurrile Geschehen im „Reich“ wirft fundamentale Fragen auf, die zuletzt sehr dringlich im Lichte der Systemrelevanz des Gesundheitswesens verhandelt wurden: In welchem Zustand sind Krankenhäuser und Personal? Wie steht es um ethisch-moralische Fragen in Bezug auf ärztliches Handeln?

Lars von Trier, großer europäischer Filmemacher und Enfant terrible der Filmbranche, ist ein Kultregisseur, dessen Filme inhaltlich so provokant wie ästhetisch innovativ sind. Jan-Christoph Gockel, der in Graz drei große Projekte realisierte (u.a. das Film- und Theaterprojekt „Die Revolution frisst ihre Kinder!“), adaptiert die humorvolle, avantgardistische Krankenhaus-Horror-Grusel-Fernsehserie aus den 90er Jahren mit Puppen für das Theater.

Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Sophie du Vinage Puppenbau Michael Pietsch
Musik: Matthias Grübel
Video: Eike Zuleeg
Licht: Thomas Trummer
Dramaturgie: Karla Mäder
Theaterpädagogik: Julia Gratzer
mit Lisa Birke Balzer, Oliver Chomik, Florian Finsterbusch, Beatrice Frey, Tanja Hameter mit Claudia Wolf-Straubinger, Florian Köhler, Alexej Lochmann, Raphael Muff, Yves Ndagano, Matthias Ohner, Michael Pietsch, Evamaria Salcher, Andri Schenardi, Franz Solar, Susanne Konstanze Weber, Rudi Widerhofer sowie Timo Neubauer (Live-Kamera)

PREMIERE am 20. Jänner, 19.00 Uhr, HAUS EINS
weitere bereits disponierte Vorstellungen am 25. und 27. Jänner, sowie am 01., 02., 18. und 28. Februar, jeweils um 19.00 Uhr, HAUS EINS


MOBY DICK nach Herman Melville
Kooperation mit dem Institut für Schauspiel der Kunstuniversität Graz

Abenteuerlustige aus aller Welt jagen einen weißen Wal. Der konservativen Enge des Festlandes entfliehend, stechen sie in See, um den Horizont zu erobern. In grenzenloser Hybris segeln sie weiter und weiter in einer der gefährlichsten Gegenden der Weltmeere ins Ungewisse – angetrieben von Kapitän Ahab, dem der Wal Moby Dick einst das Bein abgerissen hat und der deshalb in blindem Rachedurst das Leben der Mannschaft aufs Spiel setzt.

Schauspielstudierende des 3. Jahrgangs der Kunstuniversität Graz machen sich ebenfalls auf die Jagd. Getragen von den Geschichten des industriellen Zeitalters und eigenen Texten rast das Ensemble durch Melvilles Roman, vorbei an Bitcoin-Gebirgen, Matsutake-Pilzen, explodierenden Ozeanen und einem flirtenden weißen Wal, der mit tiefer Stimme neckisch sagt: „Wer bin ich? Fangt mich – wenn ihr könnt.“ Vielleicht fragt er aber auch „Wer seid ihr?“. Und das ist in dem Zusammenhang vielleicht die viel wichtigere Frage.

Regie: Lorenz Nolting
Bühne und Video: Albert Frühstück
Kostüme Ida Bekič
Dramaturgie Hannah Mey
Theaterpädagogik: Viola Novak
mit Cornelia Mercedes Dexl, Luyindula, Kathrin Gast, Lilian Heeb, Hardy Emilian Jürgens, Lena Elsa Kolle, Fabian Reichenbach, Johanna Schwaiger, Chen Emilie Yan

PREMIERE am 19. Jänner, 20.00 Uhr, HAUS ZWEI
weitere bereits disponierte Vorstellungen, am 25. und 30. Jänner, jeweils 20.00 Uhr, HAUS ZWEI


Österreichische Erstaufführung: FISCHER FRITZ
Raphaela Bardutzky

Fritz, Fischer in dritter Generation, fischt nicht mehr. Nach einem Schlaganfall ist er auf pflegerische Rundumbetreuung angewiesen. Auch wenn das Sprechen für Fritz schwierig geworden ist, der Kopf ist klar und vor allem stur. Fritz will sein Haus am Fluss nicht verlassen – ums Verrecken nicht. Was ist also zu tun? Wer übernimmt die Versorgung des pflegebedürftigen Rentners? Die Lösung ist eine junge Pflegekraft aus Osteuropa.
Autorin Raphaela Bardutzky gelingt mit „Fischer Fritz“ ein Stück, in dem sich Heimat und Fremde, Landleben und Großstadt, verschiedene Sprachen, Dialekte und unterschiedliche Kommunikationsformen begegnen. Heraus kommt eine besondere, berührende Geschichte über drei Lebenswege und ihre Bedingungen in unserer Gegenwart, verbunden durch das große Thema Pflegenotstand. Das Stück ist eines von drei preisgekrönten Texten der Autor:innentheatertage 2022 am Deutschen Theater Berlin.

Regie: Julia Skof
Ausstattung: Julia Nussbaumer
Sounddesign: Fabian Lanzmaier
Dramaturgie: Elisabeth Tropper Theaterpädagogik Timo Staaks
mit Gerhard Balluch, Alina Danko, Sebastian Pass

PREMIERE am 13. Jänner, 20.30 Uhr, HAUS DREI
weitere bereits disponierte Vorstellungen am 18. Jänner um 20.00 Uhr und am 24. Jänner um 20.30 Uhr, HAUS DREI

SUPERTAG

Im Rahmen des „Supertages“ lädt das Schauspielhaus um -30 % gegenüber dem regulären Preis ins HAUS EINS oder HAUS ZWEI. Alle Tickets sind auch im Vorverkauf um -30 % erhältlich. Online nutzen Sie bitte den Vorteilscode für Ermäßigungen: Supertag.

SUPERTAG am 7. Jänner: SEX PLAY, 20.00 Uhr, HAUS ZWEI
SUPERTAG am 21. Jänner: DIE ÄRZTIN, 19.30 Uhr, HAUS EINS


SCHAUSPIELHAUS AKTIV
MITSCHAUEN: ÖH-Stückgespräch

Bei den ÖH-Stückgesprächen haben Studierende mehrmals im Jahr die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Studierenden ins Theater zu gehen. . Für diese ausgewählten Vorstellungen erwartet die Teilnehmenden nicht nur ein besonders günstiger Preis, sondern auch ein vielfältiges Rahmenprogramm.

Termin zu „Die Ärztin“ am 21. Jänner
Treffpunkt vor der Vorstellung im Foyer, HAUS EINS

Kostenlos. Anmeldung unter schauspielhaus-aktiv[at]schauspielhaus-graz.com

DEATH AND ALL HIS FRIENDS
Eine Bürger*innenbühne über das Leben

Für diese Bürger*innenbühne sucht das Schauspielhaus Graz Notar*innen, Totengräber*innen, Trauerredner*innen, Entrümpler*innen, Steinmetz*innen, Bestattungsunternehmen, Palliativmediziner*innen, Kulturanthropolog*innen, Notfallsanitäter*innen, Hospizangestellte, Pfarrer*innen, Wahrsager*innen, Patholog*innen, Grabpfleger*innen, Seelsorger*innen, Palliativpfleger*innen, Organspender*innen, Erbschaftsexpert*innen, Sterbebegleiter*innen, Menschen, die dem Tod von der Schippe gesprungen sind oder mit den Toten reden und alle, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat mit dem Tod, dem Ableben und dem Jenseits beschäftigen. Es sind keine Theatervorkenntnisse erforderlich.

INFOVERANSTALTUNG 27. Jänner, 17.30 Uhr
AUSWAHL-WORKSHOPS 10. bis 11. Februar

Informationen & Anmeldung unter timo.staaks[at]schauspielhaus-graz.com


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