Sichert direkt 3.000 Arbeitsplätze

Neues voestalpine-Edelstahlwerk in Kapfenberg

Das weltweit modernste Edelstahlwerk – die Produktionsprozesse sind großteils digital gesteuert – wird Ende des Jahres seine Produktion aufnehmen. Corona hat zur Verzögerung geführt. Bereits einige Daten geben eine Idee davon, welche Bedeutung das ca. 400 Millionen Euro teure Edelstahlwerk in Kapfenberg für den Standort, den steirischen Arbeitsmarkt und die voestalpine selbst hat.

Aufgrund der modernsten Technologie werden nur 170 Beschäftigte die Stahlproduktion rund um die Uhr am Laufen halten. Herkömmliche „alte“ Stahlproduktionen benötigen noch rund fünf Mal (!) mehr Personal, heißt es bei der voestalpine. Mit der Lieferung der hochwertigen Spezialprodukte des neuen Werks in Kapfenberg an weiterverarbeitende Unternehmen – es wurde unmittelbar neben dem 100 Jahre alten Werk errichtet – könne man 3.000 Arbeitsplätze sichern.

Trotz coronabedingter Herausforderungen konnte das Projekt weitergeführt werden, musste aber auch durch Lieferverzögerungen von Schlüsselaggregaten, verursacht durch Zulieferunternehmen, eine Projektverzögerung von etwas mehr als einem Jahr hinnehmen. Der Vollbetrieb wird erst in 12 bis 18 Monaten erfolgen. Gleichzeitig kalkuliert die voestalpine aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen wie bereits kommuniziert mit etwa 10 – 20 % Kostenerhöhung gegenüber dem ursprünglichen Investitionsplan von 350 Mio. EUR.

Einsatz nachhaltiger Zukunftstechnologien

Ein Fokus liegt auf der umwelt- und ressourcenschonenden Stahlproduktion. „Das neue Edelstahlwerk wird weltweit neue Benchmarks hinsichtlich Nachhaltigkeit und Energieeffizienz setzen. Dadurch ist diese Investition auch ein wesentlicher Bestandteil unserer gesamtheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie“, betont Vorstandsdirektor Franz Rotter bei der Präsentation in Kapfenberg vor Medienvertretern. Der Elektrolichtbogenofen – das Kernstück der Anlage – wird zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben.

Dank geschlossener Kühlkreisläufe kann eine Reduktion der benötigten Kühlwassermengen um bis zu 90 Prozent erzielt werden. Zudem sorgt ein effizientes Rückgewinnungssystem dafür, dass die erzeugte Wärme werksintern weiterverwendet sowie in das öffentliche Fernwärmenetz eingespeist wird.

Die High Performance Metals Division des voestalpine-Konzerns

Diese ist auf die Produktion und Verarbeitung von Hochleistungswerkstoffen und kundenspezifische Services, wie Wärmebehandlung, hochtechnologische Oberflächenbehandlung und additive Fertigungsverfahren unter zunehmendem Einsatz digitaler Technologien fokussiert. Sie bietet ihren Kunden durch ihr einzigartiges Vertriebs- und Servicenetzwerk an rund 140 Standorten weltweit Materialverfügbarkeit und -bearbeitung sowie lokale Ansprechpartner.

Die Division ist globaler Marktführer bei Werkzeugstahl und einer der führenden Anbieter von Schnellarbeitsstählen, Ventilstählen sowie anderen Produkten aus Spezialstählen, Pulverwerkstoffen, Nickelbasis-Legierungen, Titan und Komponenten auch auf Basis additiver Fertigungstechnologien. Wichtigste Kundensegmente sind die Bereiche Automobilzulieferindustrie, Öl- und Gasexploration, Maschinenbau sowie die Konsumgüterindustrie und die Luftfahrt. Im Geschäftsjahr 2021/22 erzielte die Division einen Umsatz von 3,1 Mrd. Euro, davon rund 50 % außerhalb Europas, ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 400 Mio. Euro und beschäftigte weltweit rund 13.300 Mitarbeiter.

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