Bürgermeisterin verschenkt Projektpartnerschaft zum Geburtstag

VinziNest feierte 30 Jahre „Zuflucht für Schutzlose“

Bei stabilem Wetter und bester Laune feierten rund 400 Gäste ein „Fest der Begegnung“. Als überraschendes Geburtstagsgeschenk verkündete Bürgermeisterin Elke Kahr eine dreijährige Projektpartnerschaft mit Hostice, dem Heimatort vieler VinziNest-Bewohner in der Slowakei. Für drei Jahre wird die Stadt Graz VinziPasta für die Zentralküche übernehmen und damit das Sozialprojekt unterstützen. VinziPasta wird von Romnja in der Slowakei nach traditionellem Rezept hergestellt und in Österreich vertrieben. Mindestens die Hälfte aller Erlöse gehen direkt an die Damen, die sich somit etwas zum Lebensunterhalt dazuverdienen können.

Vorgeschichte

Als infolge des Bosnienkriegs 1992 eine Gruppe desertierter Männer am Hauptbahnhof in abgestellten Zugwaggons unter fürchterlichen Bedingungen nächtigen musste, war für VinziWerke-Gründer, Pfarrer Wolfgang Pucher, klar, dass gehandelt werden muss: Es entstand das VinziZelt, ein Zeltlager am Bezirkssportplatz nahe der Pfarre St. Vinzenz. Doch das stellte keine dauerhafte Lösung dar. Mit viel Mühe gelang es der Vinzenzgemeinschaft, eine stillgelegte Strickerei zu mieten und darin das VinziNest aufzubauen. Heute, 30 Jahre später, bildet es nicht nur die größte Notschlafstelle in der Steiermark, sondern auch ein Auffangnetz für die Ausgestoßenen in unserer Gesellschaft, die nirgendwo sonst Zuflucht finden.

VinziNest in Zahlen

Seit seiner Gründung am 22. November 1992 verzeichnete das VinziNest 630.000 Nächtigungen. 2.150 Männer wurden insgesamt mit 440.000 Mahlzeiten versorgt. Rund 360 ehrenamtliche Mitarbeiter sicherten in 180.000 Stunden den Betrieb der Notschlafstelle.

Erfolgreiches Fest

Allen Vorhersagen zum Trotz feierte das VinziNest diesen Erfolg heute bei stabilem Wetter und rund 400 Gästen in einem „Fest der Begegnung“. Nicht nur das VinziNest selbst, sondern auch die Pfarre St. Andrä mit der Andräkirche, dem Parrgarten und dem Pfarrsaal wurde zum Schauplatz eines bunten Programms: Zu Beginn stand ein Festgottesdienst, gehalten von Generalvikar Erich Linhart, VinziWerke-Gründer Pfarrer Wolfgang Pucher und Pfarrer von St. Andrä, Alois Kölbl.

Damit die Notschlafstelle weiterhin bestehen kann, braucht das VinziNest die Mithilfe aller: Für eine umfassende Generalsanierung bittet man um Spenden!

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