Traurige Gewissheit: Johanna G. ist tot

Festgenommener Polizist in Justizanstalt Jakomini, heute Entscheidung über U-Haft wegen Mordverdacht

„Es ist nun traurige Gewissheit, die als abgängig gemeldete Frau aus Tillmitsch ist tot. Am gestrigen Nachmittag hat der Beschuldigte ein Teilgeständnis abgelegt. Die Tat macht uns alle fassungslos“, so Landespolizeidirektor Gerald Ortner in der heutigen Pressekonferenz.

Die neuerliche Einvernahme des festgenommenen Tatverdächtigen (30) und ein Teilgeständnis führten die Ermittler am späten Dienstagnachmittag (13.1.) zum Fundort einer weiblichen Leiche. Sie wurde in einem Waldstück in der Südoststeiermark aufgefunden. Noch in den Abendstunden haben Tatortbeamte eine Spurensicherung sowie Ermittlungen zur eindeutigen Identifizierung der aufgefundenen Leiche durchgeführt. 

In Tillmitsch bei Leibnitz bangte die Familie um die 34-jährige Johanna G., die seit dem vergangenen Wochenende spurlos verschwunden war. Die besorgte Mutter erstattete am Samstagabend (10. Jänner) Anzeige, nachdem sie ihre Tochter nicht mehr erreichen konnte.



Polizisten hielten in der Folge Nachschau in der Wohnung, in der die junge Südsteirerin alleine lebt. Daraufhin hat die Polizei einen 30-Jährigen Polizisten aus dem Bezirk Südoststeiermark festgenommen. Laut Ermittlungen soll der Polizeibedienstete die 34-Jährige vor einigen Monaten über eine Dating-App kennengelernt haben. Laut dem Chatverlauf mit einer Freundin der Vermissten dürfte der 30-Jährige vergangenen Freitagabend (9.1.) zuletzt mit der 34-Jährigen in Kontakt gestanden sein.

Im Zuge der Einvernahme zeigte sich der Polizist kooperativ, stellte ein Treffen mit der Vermissten vorerst jedoch in Abrede. In der Folge gestand er jedoch ein, gelegentlich und auch vergangenen Freitag mit der 34-Jährigen in Kontakt gestanden zu sein. Mit ihrem Verschwinden will der 30-Jährige allerdings nichts zu tun haben.

Der Verdächtige, der zunächst als Zeuge befragt wurde, gab den Ermittlern gestern (13.1.) in den frühen Nachmittagsstunden bekannt, wo sich der Ablageort des Opfers befindet. Rene Kornberger vom Landeskriminalamt Steiermark: „In weiterer Folge wurde dort Nachschau gehalten und es konnte das Opfer im Erdreich vergraben in einem Waldstück im Nahebereich des Wohnortes des Beschuldigten aufgefunden werden.“

Der Verdächtige befindet sich in der Justizanstalt Jakomini. Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Kroschl, soll heute Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Mordes verhängt werden.

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