Unser Leben ist auf Hoffnung gebaut

Kommentar von Max Taucher

Am 22.3.2022 habe ich mir erlaubt dem Heiligen Vater, Papst Franziskus in einem Brief zu bitten, nach Kiew und Moskau zu reisen und sich persönlich um eine Friedensvereinbarung zwischen den Kriegsparteien zu bemühen!

Dieser Krieg ist eine Zäsur für Europa und alle die sich bisher in Sicherheit gewogen haben, sind plötzlich aufgewacht. Wie ein böser Traum verfolgt die Europäer Putins Drohung, allenfalls auch atomare Waffen gegen den Westen einzusetzen.

Pandemie und der Krieg zeigen brutal die globalen Zusammenhänge. Genauso wie die Klimakrise (die jetzt etwas medial in den Hintergrund getreten ist) Auch wenn wir in Österreich relativ sicher leben, sind wir voll abhängig von den Entwicklungen auf globaler Ebene. Nicht nur bei der Energie, auch bei vielen anderen Dingen sind wir global vernetzt – siehe Inflation. Global steuern wir auf eine riesige Hungersnot zu, denn viele Länder Afrikas und im nahen Osten versorgen sich mit Weizen aus der Ukraine, und wenn da keine Lieferungen mehr folgen wird vieles teurer werden und es entstehen dort extreme Nahrungsmittelknappheiten, was wiederum dazu führen wird, dass mehr Leute diese Länder verlassen werden und die Wirtschaftsflucht zunehmen wird.

Grundsätzlich muss in Zukunft gelten: Kein Handel/Wirtschaftsbeziehungen mit Schurkenstaaten, bzw. Staaten, die sich nicht an westlichen und demokratischen Werten orientieren. Gas aus Katar oder Saudiarabien ist der gleiche Unfug wie aus Russland – die Energieversorgung aus eigenen Ressourcen hat Vorrang!

Es wird langfristig nur mehr mit radikalen Maßnahmen auf allen Ebenen gehen. Auch innerhalb Europas, wie zB. gegenüber Autokraten wie Orban oder Strömungen in Serbien, muss man klar aufzeigen, wo die Grenzen sind. Das wird auch unser bequemes Leben in der EU beeinflussen und ein Umdenken auf allen Ebenen bedeuten!

Es ist eine brutale Zeit des Umbruchs. Vielen Dinge, die wir als gegeben angenommen haben, stehen komplett am Prüfstand, von unserer persönlichen Freiheit über den Wohlstand, die permanente Verfügbarkeit aller Güter zu billigsten Preisen und auch die politische Stabilität.

Die große Solidarität und Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge aus der Ukraine in Osteuropa und der westlichen Welt ist großartig!

Niemand will Krieg – die Menschen wollen einfach nur friedlich miteinander leben. Wie erinnerlich nannte Putin vor Ausbruch des Krieges, die Ukrainer ein Brudervolk der Russen. Warum tut man dann, dem eigenen Brudervolk so etwas Grausames an? Es erinnert mich an die biblische Geschichte der Brüder Kain und Abel und an den unseligen Spruch: „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlage ich dir den Schädel ein“.

Wir brauchen in Europa wieder Frieden, damit das schwergeprüfte Volk der Ukraine und die geflüchteten Frauen und Kinder, wieder in die zerstörte Heimat zurückkehren können. Der Westen sollte nach Beendigung des Krieges, ein großzügiges Aufbauprogramm (ähnlich dem Marschallplan 1945/1946) zur Beseitigung der Kriegsschäden in der Ukraine, zur Verfügung stellen.

Der Frieden ist ein zartes Pflänzchen und allzu schnell zertrampelt und ausgelöscht. In diesen aufrüttelnden Tagen, sollten wir auch dankbar erkennen, was für ein Segen es ist, in einem friedlichen demokratischen Land leben zu dürfen! Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten stets in Sicherheit gewogen – wir waren weder auf die Pandemie, noch auf einen Krieg vorbereitet.

Unser ganzes Leben bedeutet Hoffnung, dass wir im Stande sind, alle Herausforderungen, die definitiv auf uns zukommen, auch bewältigen zu können. Die Hoffnung, dass die Menschen Politiker wählen, die auch in der Lage und Willens sind, das zu managen und jene in die Wüste zu schicken, die nur darauf aus sind, solche Krisen für reinen Populismus zu nutzen, ohne Lösungen dafür anzubieten.

Die Hoffnung, dass viele engagierte Menschen bereit sind, nachhaltig zu wirtschaften, auf kurzfristigen Profit zu verzichten und somit ebenso daran arbeiten, die Zukunft besser mitzugestalten und damit verbunden die Hoffnung, dass es bei all den aufgezeigten Schwierigkeiten, es dennoch ein gutes Ende geben wird.

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