Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen!
In zwei Wochen beginnt für rund 145.000 Kinder in der Steiermark wieder die Schule. Und damit das Abenteuer Schulweg. Entsprechend steigt leider auch die Unfallgefahr. Im Jahr 2025 wurden in der Steiermark bei 77 Verkehrsunfällen insgesamt 86 Schüler auf ihrem Weg von bzw. zur Schule teils schwer verletzt.
„Die Zahl der Schulwegunfälle ist damit gegenüber dem Jahr zuvor um über 60 Prozent gestiegen“, mahnt Peter Felber vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). „Fahrzeuglenkende sollen sich daran erinnern, dass Kinder vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind. Vor allem im Bereich der Schule gilt: Langsamer fahren, Vorsicht walten lassen und für die Kinder mitdenken.“
Viele Herausforderungen
Im Gegensatz zu Erwachsenen können Kinder Geschwindigkeiten schwerer einschätzen oder Verkehrsregeln noch nicht sicher einordnen – und sind nicht zuletzt auch leichter ablenkbar. Mit einer vorausschauenden und aufmerksamen Fahrweise und reduzierter Geschwindigkeit können Fahrzeuglenkende die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmenden deutlich erhöhen. Eltern können zusätzlich unterstützen, indem sie den Schulweg vorab mit ihren Kindern üben und gemeinsam auf mögliche Gefahrenstellen achten.
„Achtung Schule, bitte langsamer!“
Gerade in den ersten Wochen nach den Ferien sind die jüngsten Verkehrsteilnehmenden besonders gefährdet: Viele Schulanfänger sind das erste Mal selbstständig unterwegs, andere Kinder müssen sich nach der Ferienpause wieder an den Schulweg gewöhnen. Damit Fahrzeuglenkende ihr Tempo besonders rund um Schulen anpassen, unterstützen AUVA und KFV die steirischen Gemeinden mit rund 1.800 Plakaten. Unter dem Slogan „Achtung Schule, bitte langsamer!“ rufen sie dazu auf, im Schulbereich das Tempo zu drosseln und besonders aufmerksam zu fahren.
Hannes Weißenbacher, Direktor der AUVA-Landesstelle Graz appelliert: „Nur durch mehr Rücksichtnahme und erhöhte Vorsicht schaffen wir es, die Unfallzahlen von Kindern im Straßenverkehr zu senken.“









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