Hightech für bessere Diagnosen

Neue Radiologie am Uniklinikum Graz eröffnet

Mit der Eröffnung des ersten Bauabschnitts der neuen Universitätsklinik für Radiologie verfügt das LKH-Univ. Klinikum Graz über eines der modernsten Zentren für bildgebende Medizin in Österreich. Rund 173 Millionen Euro werden in den Neubau investiert, dessen Grundlagen bereits 2014 gelegt wurden. Nach dem Spatenstich im November 2022 gehen heuer beide Bauabschnitte in Betrieb, der zweite folgt im Herbst.

Der Neubau umfasst eine Nettogeschossfläche von knapp 20.000 Quadratmetern und bietet Platz für modernste bildgebende Verfahren. Im ersten Bauabschnitt sind unter anderem das Brustgesundheitszentrum sowie Ultraschall-, CT- und MRT-Bereiche, drei Angiografieanlagen sowie Flächen für Forschung, Lehre und Verwaltung untergebracht. Insgesamt werden in der neuen Radiologie zwei Computertomografen, drei Magnetresonanztomografen (MRT), ein spezielles 3-Tesla-Forschungs-MRT sowie acht Geräte für nuklearmedizinische Verfahren zur Verfügung stehen. Der zweite Bauabschnitt wird die Nuklearmedizin mit SPECT- und PET-Geräten, Radiopharmazie, Zyklotron und einer Hochdosisstation mit sechs Betten beherbergen.

Die neue Radiologie ist direkt mit dem Chirurgiekomplex und der Zentralen Notaufnahme verbunden und bildet damit einen zentralen Knotenpunkt der Patientenversorgung. Gleichzeitig schafft der Neubau optimale Bedingungen für Forschung und Lehre. Mit einem 3-Tesla-Forschungs-MRT – laut KAGes der ersten Installation dieser Art in Österreich – sowie einem neuen Hörsaal wird auch die Ausbildung an der Medizinischen Universität Graz weiter gestärkt.

Besonderes Augenmerk galt einer patientenfreundlichen Architektur. Helle Räume, viel Tageslicht, Holz-Elemente und kurze Wege sollen den Aufenthalt für Patientinnen und Patienten ebenso angenehm gestalten wie den Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir haben dieses Gebäude nicht um Geräte herum geplant, sondern um die Menschen“, betonte Klinikvorstand Michael Fuchsjäger bei der Eröffnung. Rund zwei Drittel der Bauaufträge – somit mehr als 100 Millionen Euro – gingen an steirische Unternehmen.

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