Eintauchen ins Leben der 1970er – eine Zeitreise

Ausstellung im Graz Museum: „Morgen war alles besser. Im Graz der 70er“

Die Muster und Farben der 1970er stoßen in Graz auf Sichtbeton. Eine aktive Stadtgesellschaft wehrt sich gegen den allgegenwärtigen Stadtverkehr und die Jugend feiert in Kellerdiskotheken, ehe sonntags die Gehsteige hochgeklappt werden. Zwischen Krisen und Zukunftsoptimismus wandelt Graz durch eine Dekade des Aufbruchs.

Was bedeutete es, alte Strukturen aufzubrechen und Reformen zu etablieren? Mit welchen Herausforderungen waren die Bewohner:innen konfrontiert und wie begegneten sie Krisen? Was ließ man gehen und was wurde bewahrt? Was wirkt bis heute nach?

In der Ausstellung können die Besucher:innen anhand von elf ausgewählten Orten in das Leben der 1970er eintauchen. Sie gibt Einblicke in urbane Entwicklungen einer 250.000-Einwohner-Stadt, die ihre Position im österreichischen und internationalen Gefüge fand.

Sibylle Dienesch, Direktorin des Graz Museum: „Mit der Ausstellung tauchen wir in ein Jahrzehnt der gesellschaftlichen Öffnung, des Wandels und der Krisen ein. Ein Jahrzehnt, in dem der Anspruch auf politische, soziale und kulturelle Teilhabe sichtbar und demokratische Mitgestaltung gelebt wurde. Ein Jahrzehnt, mit einer Vorstellung davon, wie Zukunft gestaltet werden kann und dessen Ergebnisse noch bis heute nachwirken. Ein Jahrzehnt, in dem noch alles möglich zu sein schien.“

Morgen war alles besser. Im Graz der 70er
Graz Museum Sackstraße | 18.06.2026—25.04.2027

Geheimtipp: Lassen Sie sich durch das Graz der 1970er-Jahre führen! Ein „Hörspaziergang“ verwebt Anekdoten von Zeitzeug*innen mit Hintergrundinformationen.
Im Rahmen der Ausstellung wird auch die Installation Flux – Ladestation für Optimismus von ROTER KEIL präsentiert.

Kurator:innen: Bernhard Bachinger, Catalin Betz
Projektleitung: Eva Zückert
Kuratorische Assistenz: Stefanie Pöschl
Hörspaziergang: Jörg-Martin Willnauer
Ausstellungsgestaltung und -grafik: Carol Kofler, Renate Woditschka

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