„Da Hofa woars ...“
„Da Hofa woars …“ war der erste gruselige Hit von Österreichs Pop-Legende Wolfgang Ambros. Am Ende stellt sich heraus, dass „da Hofa“ aber gar nicht der Mörder war.
Szenenwechsel ins Burgenland. Da war’s der Hofer. Stockbesoffen fuhr der Spitzenpolitiker vergangenen Freitagabend (26.6.) aus der Steiermark kommend nach Hause ins Burgenland. Der Notruf eines Lenkers alarmierte die Polizei. Er sprach von einer andere Verkehrsteilnehmer gefährdenden Zickzack-Fahrt und gab auch das Kfz-Kennzeichen bekannt.
Die Polizei war rasch vor Ort und erwischte Norbert Hofer noch bei seinem Fahrzeug stehend am Wohnort. Anfangs leugnete der FPÖ-Saubermann sogar, selbst gefahren zu sein. Ein durchgeführter Alkohol-Vortest soll laut „Kronen Zeitung“ einen Wert von 2,48 Promille ergeben haben. Zur Erläuterung: Vortestgeräte (auch zum Hineinblasen) sind nicht eichfähig. Den anschließend verlangten Alkomat-Test der Exekutive, dessen Ergebnis vor Gericht als Beweismittel verwertbar wäre, verweigerte der Ex-Verkehrsminister jedoch. Also auch als Mensch mit Anstand und Moral die Verantwortung für sein Fehlverhalten zu übernehmen!
Es gibt Gerüchte, dass Hofer seinen übermäßigen Durst in Steiermark gelöscht hat. Bei einer Parteiveranstaltung in Graz gewesen sein könnte. Wo Herbert Kickl als Hauptredner auf der Bühne war.
Sonderbare Entschuldigung
„Mir tut’s leid, das ist mir noch nie passiert“, so Norbert Hofer heute (29.6.) gegenüber der APA über seine Fahrt unter Alkoholeinfluss. Eine nicht hundertprozentig klare Formulierung, wenn man es ganz genau nehmen will. Er drückt damit nicht nur das Ausmaß der Alkoholisierung aus, sondern überhaupt grundsätzlich den Umstand, sich alkoholisiert ans Steuer zu setzen.
Völlig unakzeptabel aber Hofers weitere Ansage. Er bleibt nach seiner alkoholbedingten Führerscheinabnahme weiterhin der prominenteste FPÖ-Landtagsabgeordneter und Spitzenpolitiker im Burgenland. Dies sei auch mit der Bundespartei so besprochen. Sprich auch mit Herbert Kickl als Parteivorsitzenden. Der als selbsternannter Volkskanzler in spe und Saubermann bei einem solchen Fehlverhalten eines Spitzenpolitikers anderer Parteien logischerweise sofort dessen totalen Rückzug und Abschied aus der Politik gefordert hätte.
Rückblick auf Hofers Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016. Dort kündigte er an, mit den Traditionen im Amt des Staatsoberhauptes brechen zu wollen. „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist.“ Schade für ihn, dass daraus nichts geworden ist. Denn als solcher hätte er seinem Chauffeur das Lenkrad überlassen und stockbesoffen auf der Rückbank seinen Vollrausch ausschlafen können.
Hofers Verhalten ist jedenfalls eine Schande mehr für Österreichs Spitzenpolitiker, die offensichtlich nur „rückgetreten werden können“.
Wie es sich für die „Lügenpresse“ (AfD-Slogan) gehört, verschwiegen die großen Medien Österreichs die Alkoholfahrt Hofers nicht, konnten sich aber nicht dazu durchringen, dessen Straftat zur Top-Meldung auf Seite 1 oder im Nachrichtenblock zu machen.








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