Seine Reifeprüfung – die Matura des Lebens

Mit allen Höhen und Tiefen. Saubermacher-Gründer Hans Roth nun Ehrensenator der Montanuni Leoben.

„Die Ehrensenatorwürde ist eine große Ehre und erfüllt mich mit besonderer Dankbarkeit. Innovation entsteht dort, wo Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam an Lösungen für die Zukunft arbeiten. Die Montanuniversität Leoben ist dafür seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Partner. Diese Auszeichnung verstehe ich auch als Anerkennung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Wegbegleiter, die diesen Weg gemeinsam mit mir gegangen sind“, betont Hans Roth.

Die wichtigste Mitstreiterin beim Aufbau des Unternehmens Saubermacher war seine Frau Margret. Hans Roth in einem „Fazit“-Interview (2016). „1979 haben wir die damalige Roth Umweltschutz GmbH mit nur drei Leuten gegründet. Ich habe anfangs gar nicht viel Zeit dafür gehabt, weil ich als ältester Sohn auch in anderen Bereichen des Familienunternehmens stark eingebunden war. Ursprünglich war meine Frau fast ausschließlich mit der Entwicklung des Unternehmens befasst.“

Im Jahr 2019 musste das Ehepaar einen schweren Schicksalsschlag und tiefen Einschnitt im Familienleben hinnehmen. Martin, ein Sohn des Ehepaares – er lebte als Kunstschaffender in New York – verstarb unerwartet mit 42 Jahren.

Der Saubermacher-Gründer wurde am 2. Oktober 1946 in Feldbach geboren und absolvierte nach der Handelsschule eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in einem Kaufhaus in Passail. Bald trat Hans Roth in das elterliche Unternehmen ein und war am Aufbau verschiedener Geschäftszweige der Roth-Gruppe beteiligt. Eine akademische Laufbahn zeichnete sich daher nicht ab.

Schon früh begann Saubermacher aber mit dem Aufbau von Kooperationen mit der Montanuniversität. Rektor Peter Moser in seiner Laudatio: „Mit dieser hohen Ehrung würdigen wir seine langjährigen Verdienste um die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Innovation sowie seinen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Hans Roth hat ein Unternehmen aufgebaut, das sich von einem regionalen Entsorgungsbetrieb zu einem international tätigen Umwelt- und Ressourcenunternehmen entwickelt hat. Sein unternehmerisches Handeln war dabei stets von Innovationskraft, Verantwortung und dem Anspruch geprägt, Abfälle als wertvolle Rohstoffe zu begreifen und Kreisläufe zu schließen. Durch zahlreiche Kooperationen mit Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung des akademischen Nachwuchses hat er wesentlich dazu beigetragen, den Wissenstransfer zwischen Universität und Wirtschaft zu stärken.“


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