Mehr Spuren, weniger Stau

Eröffnung: Bosruck-Mautstelle fit für 40.000 Fahrzeuge täglich

Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit hat die ASFINAG die neue Mautstelle Bosruck auf der A9 Pyhrn Autobahn offiziell eröffnet. Die Anlage zählt nach jener beim Gleinalmtunnel und jener in St. Jakob in Tirol beim Arlbergtunnel als dritte „Mautstelle der Zukunft“ in Österreich, wie Vorstand Herbert Kasser bei der Eröffnung betonte. Der Neubau wurde bei laufendem Verkehr errichtet – für Autofahrer waren die Einschränkungen während der Bauphase daher kaum spürbar.

Die neue Mautstelle bringt mehr Komfort und höhere Kapazitäten: Die Fahrspuren wurden von 3,20 auf rund 3,50 Meter verbreitert, zusätzlich gibt es in beiden Fahrtrichtungen jeweils eine Spur mehr. Damit können künftig Verkehrsspitzen mit bis zu 40.000 Fahrzeugen pro Tag besser bewältigt werden. Im Vorjahr wurden am Bosruck rund 6,4 Millionen Fahrzeuge abgefertigt.

Auch die Nachhaltigkeit stand beim 22-Millionen-Euro-Projekt im Mittelpunkt. Das neue Gebäude wurde überwiegend in Holzbauweise errichtet, eine Photovoltaikanlage mit 96 kWp liefert den Strom, die Heizung wird auf Biomasse umgestellt. Moderne, wärme- und schallgedämmte Mautkabinen verbessern zudem die Arbeitsbedingungen für die 25 Beschäftigten vor Ort.

Neue Displays informieren die Autofahrer über Fahrzeugdaten sowie die Gültigkeit bereits gekaufter Tickets oder Mehrfahrtenkarten. Die provisorische Mautspange wird nach Start des Regelbetriebs in der kommenden Woche abgebaut und „siedelt“ auf die nächste Baustelle auf der Tauernautobahn.

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