GR-Wahl: Graz bleibt in KPÖ-Hand
Die Gemeinderatswahl in Graz ist geschlagen. Die KPÖ bleibt mit 36 Prozent die stärkste politische Kraft in der steirischen Landeshauptstadt. Bürgermeisterin Elke Kahr hat es damit diesmal noch besser gemacht. Rund 38.000 Wählerinnen und Wähler haben der KPÖ ihr Vertrauen ausgesprochen. Damit ist der Bürgermeisterin erneut Historisches gelungen.
Auf Platz 2 liegt mit 25 % weiterhin die ÖVP mit Kurt Hohensinner. In einem ersten Statement („Kleine Zeitung“) erklärt er den Wahlerfolg von Elke Kahr mit dem „Bürgermeister-Bonus“. Er sehe es als Erfolg, dass die ÖVP das Ergebnis halten konnte. Der langfristige Plan sei weiterhin, als Stadt-ÖVP wieder den Bürgermeister zu stellen.
SPÖ: historisch schlechtestes Ergebnis
Ein Plus gibt es für die FPÖ, die mit 12 % wieder in die Stadtregierung einzieht. Spitzenkandidat René Apfelknab kündigt an, eine kantige Oppositionspolitik machen zu wollen. „Wir sind einzige Partei neben der KPÖ, die ein Plus vorne stehen hat.“
Verloren haben hingegen die Grünen, die mit 15 % auf Platz 3 hinter der ÖVP liegen. Auch die SPÖ mit Doris Kampus kommt nur noch auf 6 Prozent. Das historisch schlechteste Ergebnis der SPÖ in Graz.
Elke Kahr hat nun alles in der Hand
Sogar eine Zweier-Koalition mit den Grünen ist möglich. Die KPÖ konnte 3 Mandate dazu gewinnen und verfügt nun über 18 Mandate. Gemeinsam mit den Grünen (7 Mandate) hätte man die nötige Mehrheit im 48-köpfigen Grazer Gemeinderat. Kahr im ORF: „Es gehört sich, mit jeder Partei zu reden, mit der wir Schnittmengen haben. Der Weg, den wir bisher gegangen sind, war ein guter." Die Entscheidung über die Zukunft werde kollektiv getroffen. "Jetzt bin ich sehr erleichtert und freue mich riesig." Judith Schwentner von den Grünen möchte die Koalition mit der KPÖ fortsetzen.
Nicht zuletzt auch aufgrund der Hitze ist die Wahlbeteiligung ähnlich niedrig wie bei der letzten Wahl. Auch diesmal ist nur jeder Zweite zur Stimmabgabe gegangen. Die Wahlbeteiligung lag bei 51 Prozent.








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