Graz: Kampf gegen stechende Plagegeister geht weiter

Über zehn Wochen bis zu 200.000 sterile Tigermückenmännchen wöchentlich freigesetzt

Im Kampf gegen die Asiatische Tigermücke setzt die Stadt Graz ihre im Vorjahr gestartete Strategie konsequent fort. Nach dem österreichweit einzigartigen Pilotprojekt 2025 werden heuer die Freisetzungen steriler Tigermückenmännchen räumlich und zeitlich ausgeweitet. In den Gebieten Liebenau/Jakomini und Straßgang werden über einen Zeitraum von zehn Wochen wöchentlich bis zu 200.000 sterile Männchen ausgesetzt. Sie stechen nicht, paaren sich jedoch mit den Weibchen, wodurch kein Nachwuchs entsteht und die Population schrittweise reduziert werden soll.

Die Freisetzung ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets. Dazu gehören neben der Sterilen-Insekten-Technik (SIT) auch ein laufendes Monitoring, die Behandlung von Brutstätten mit BTI, der Einsatz des ZikaSeal™-Systems in ausgewählten Regeneinläufen, Informationskampagnen sowie die Einbindung von Schulen über die „Tigermückendetektive“.

Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer betont, dass die Tigermücke zwar gekommen sei, um zu bleiben, ihre Ausbreitung aber nur gemeinsam mit der Bevölkerung eingedämmt werden könne. Entscheidend sei, potenzielle Brutstätten wie mit Wasser gefüllte Gefäße im privaten Bereich konsequent zu beseitigen. Jeder entfernte Brutplatz trage dazu bei, die Zahl der Tigermücken zu verringern ...

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