Wenn der laue Sommerabend im Spital endet
Gerade in den bevorstehenden Ferien ist bei vielen Familien wieder Grillen angesagt. Für so manchen Hobby-Grillmeister endet der der gemütliche laue Sommerabend aber mit einer Fahrt ins Spital. Denn wo Feuer und Hitze sind, können aber auch Unfälle passieren. Im Schnitt 700 Personen pro Jahr verunfallen bei Grillunfällen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen, wie die Unfalldatenbank der Präventionsinstitution KFV zeigt. Allein 2025 hat es mit 800 Verletzten den Höchststand der letzten 10 Jahre gegeben.
Die Unfälle ereigneten sich – nicht überraschend – durch Verbrennungen (59%), gefolgt von Stich- und Schnittverletzungen (31%), etwa Schnitte an scharfen Kanten bei der Reinigung des Geräts oder beim Aufschneiden der Verpackungen von frischem Grillgut.
Grillen bleibt Männersache
Auch das untermauert die Unfallstatistik: 2025 waren rund 82 Prozent der im Krankenhaus behandelten Verletzten bei Grillunfällen männlich. Die meisten Grillunfälle (59%) ereignen sich dabei aufgrund von Ablenkung, Hektik oder Unachtsamkeit, gefolgt von Fehleinschätzung (32%) sowie Überforderung und Selbstüberschätzung (5%).
1.000 Grad heiße Flammenwände
Die klassische Gefahrenquelle beim Grillen ist die Stichflamme. Hervorgerufen etwa durch ungeeignete Grillanzünder wie Benzin, Alkohol oder Spiritus. Dadurch können sich explosionsartig meterhohe und weit über 1.000 Grad heiße Flammenwände entwickeln. Ebenso sind Stichflammen durch herabtropfende Marinade oder Öl in die Glut möglich.
„Grillanzünder sollten lieber aus festen Stoffen bestehen, etwa Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Auch Anzünd-Öle in Spezialflaschen, Grillpasten und elektrische Grillanzünder sind geeignet“, erläutert Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz und Chefjurist im KFV. Und nicht zuletzt können auch Stolpern und unachtsames Hingreifen zu Verletzungen und Verbrennungen führen.
So kann man Grillgefahren vermeiden:









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