Autonom Fahren?

Lenker wollen aber selbst entscheiden

Auf der Südautobahn A2 zwischen Graz und Laßnitzhöhe gibt es eine Teststrecke für autonomes Fahren. Die nötigen Hightech-Geräte dafür sind dort installiert und werden auch von den jeweiligen Forschungseinrichtungen und Autoproduzenten intensiv genützt.

Die derzeit weltweit in der Praxis durchgeführten Testreihen erfolgen bereits auf den Levels 3 und 4. 5, die höchste Stufe, wäre dann die Möglichkeit, völlig autonom zu fahren. Zumindest nach Meinung der meisten Experten wird die Zukunft des Autofahrens autonom sein. Die Frage scheint nur noch zu sein, wann die Technologie dafür reif genug ist. Dazu gehört natürlich auch, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen zweifelsfrei abgesteckt sein müssen.

Aber die wesentliche Frage ist: Was will der Lenker selbst? Will er nur noch „Fahrgast“ sein und seine Rolle am Steuer aufgeben? Das überraschende Ergebnis der weltweit angelegten Befragungen: In Europa und auch in den USA ist der Wunsch nach autonomen Fahren mit nur 33 Prozent relativ niedrig. Doppelt so hoch ist dieser aber bereits in China, wo offensichtlich die Meinung vorherrscht, dass fahrerlose Fahrzeuge die Verkehrssicherheit erhöhen.

In einem sind sich aber die Autofahrer weltweit einig: Um autonomen Fahrzeugen vertrauen zu können, wünschen sich die Befragten vor allem die freie Entscheidung, selbst oder autonom fahren zu können. Knapp 80 Prozent der befragten Verkehrsteilnehmer sind sich laut einer Studie einig, dass es dem Menschen durchgängig möglich sein muss, im Notfall jederzeit selbst das Steuer übernehmen zu können. Es zeigt sich, dass mit fortschreitendem Automatisierungsgrad des Fahrzeugs die Zweifel steigen und das Vertrauen in die Technik sinkt.

Angst vor Datendiebstahl

Weit verbreitet unter den Autofahrern ist die Sorge um die Sicherheit ihrer Daten. Diese ist eingebettet in die Angst vor der Cyberkriminalität. Persönliche Daten könnten bei der Nutzung autonomer Fahrzeuge in unbefugte Hände gelangen. Knapp zwei Drittel aller Verkehrsteilnehmer weltweit teilen laut Studien diese Sorge um Fremdangriffe und Hackersysteme. Die Experten sind sich daher einig, dass man den Menschen die ausgefeilte und sichere Technik entsprechend näherbringen müsse. Nur so werden die Vorteile des autonomen Fahrens dann auch tatsächlich wahrgenommen.

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der erste der kommentiert


FREIZEIT. Der Bergherbst im Zillertal



REISEN. Von Graz in die Sonne



SPOTS. VinziNest feierte 30 Jahre „Zuflucht für Schutzlose“



GESUNDHEIT. ​KAGes sagen Lebensmittelabfällen den Kampf an



Unterwasserrugby: STC Graz ist stärkstes Mixed-Team


Tag der Seelischen Gesundheit am 7. Oktober



TU GRAZ: Forschung auf der Bühne