„We all sharing our planet“

Grazer Volksschulkinder als Umweltbotschafter für Nordmazedonien

„My Water is getting dirty, people throw plastic near me, I need help!“ „Mein Wasser wird immer schmutziger. Die Menschen werfen Plastik hinein. Bitte helft mir!“ Schülerinnen und Schüler der 1. und 2 Klassen bei der Präsentation der Ergebnisse ihrer Projektarbeiten zum Thema „Sharing the planet“. Konkret an der Volksschule Leopoldinum in der Smart City in Graz.

Dort hatte man eine Woche lang Besuch einer Delegation aus Lehrenden und Studierenden der „South East European University Tetovo“ in Nordmazedonien. Initiiert vom steirischen Umweltunternehmen Saubermacher. Die Gäste haben gemeinsam mit Lehrern und Schülern der VS Leopoldinum projektorientiert gearbeitet. Die Ergebnisse präsentierten sie in einer Art Rollenspiel mit den Kindern.

„Wir unterrichten in Deutsch und Englisch“

In der Projektarbeit ging es um Recycling, Umwelt und Biodiversität. Beginnend mit den Problemen – „Ich kann kein sauberes Wasser zum Fischen finden“ –, über den Hilferuf bis hin zur Lösungsfindung: „Wir recyceln unseren Müll“, „… reduzieren die Umweltverschmutzung“, „… verwenden Solarenergie“. Alles in englischer Sprache. Denn: In der Volksschule Leopoldinum gibt es zwei Unterrichtssprachen – deutsch und englisch. „Und auch alle anderen Sprachen unserer Schüler aus 40 Nationen haben im Umgang miteinander bei uns ihren Platz“, betont Direktorin Andrea Schulte-Andrianakis.

Einblicke in „forschendes Lernen“

Erst letztes Jahr erhielt die VS Leopoldinum als erste und einzige öffentliche Volksschule in Österreich das Zertifikat Primary Years Programme von IB (International Baccalaureate). „Die Gäste aus Nordmazedonien erhalten umfassende Einblicke in das forschende Lernen – Inquiry-based Learning –, das ein zentraler Bestandteil des IB-Programms darstellt“, erläutert Jacquelyn Hafellner, IB-Koordinatorin der Schule.

Warum das Projekt mit Nordmazedonien?

„Wir sind sehr bemüht, in Südosteuropa unser Know-how, das wir uns in Österreich erarbeitet haben, weiterzugeben“, begründet Saubermacher-Gründer Hans Roth beim Besuch in der VS Leopoldinum sein Engagement. Es gehe eben nicht nur darum, Müllbehälter aufzustellen, sondern auch einen Mehrnutzen zu bringen. „Zum einen natürlich ökologisch – indem wir zeigen, wie zeitgemäße Abfallwirtschaft passiert.“ Man wolle aber auch etwas für die Gesellschaft tun. „Als wir vor 15 Jahren in Tirana begonnen haben, war meine erste Tätigkeit, die Schule aufzusuchen und zu fragen, wie wir zusammen arbeiten können. Denn Kinder sind die Zukunft – die Umweltbotschafter von morgen.“

Abfallsammlung für über 100.000 Menschen

Saubermacher engagiert sich seit 2024 intensiv in Nordmazedonien. Die Stadt Tetovo, von der auch die Delegation zum Besuch in die Steiermark gekommen ist, setzt auf das Umwelt-Know-how von Saubermacher. „Wir haben dort eine getrennte Abfallsammlung für rund 105.000 Einwohner eingeführt“, so Roth. Ziel sei es, europäische Standards in der Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft zu etablieren und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung – Stichwort Schulen – zu fördern.

Frühjahrsputz im Nationalpark

Die Region Tetovo hat auch einen wunderschönen Nationalpark, schwärmt Roth. „Heute ist er durch unsere Mithilfe abfallfrei und mittlerweile sind auch die Ortschaften mit Müllbehältern ausgestattet.“

Und damit zurück zu den Umweltbotschaftern von morgen, die es in ihrer Botschaft im Rollenspiel so treffend ausdrücken: „We all sharing our planet“

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