„Meister werden ist nicht schwer, Meister sein dagegen sehr“

Der KLIPP-Titel klingt wie eine Verhöhnung. Ist er aber nicht. Er nimmt Bezug auf eine alte Volksweisheit: „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen schwer.“

Auch ich verfolge den selten so spannenden, sich über Wochen hinziehenden Kampf um die Meisterschale im heimischen Fußball genauso interessiert wie die Fans. Und gratuliere ohne Wenn und Aber jener Mannschaft, jenen Spielern und Funktionären, die gestern, am Sonntag, nach Spielende triumphierend den begehrten Meisterteller für die Kameras glückselig in den Fußballhimmel gestemmt hat. Sekt-, Champagner- oder Bier-Dusche inklusive.

Aber was sagt dieser Moment über die Qualität, das internationale Niveau unseres heimischen Fußballs aus? Wenig bis gar nichts. Warum? Wenn ein Dorfclub wie Altach aus Vorarlberg die Millionärstruppe des Milliardärs Mateschitz aus dem Cup-Bewerb „kickt“. Ein Viertel der Teams in der 12er-Liga (mit Hartberg, Sturm Graz, GAK) aus der Steiermark kommt. Nimmt man den WAC aus dem dünn bevölkerten Lavanttal dazu, dann ist sogar ein Drittel der Top-Liga Österreichs im Umkreis von nur 70 Kilometern angesiedelt!

So schnell geht’s rauf und runter

Im letzten Jahr jubelte der Wolfsberger AC noch als Cupsieger und verpasste erst im letzten Spiel den Meistertitel durch ein Unentschieden gegen Sturm Graz. Man muss sich das vorstellen: Im Finish der heurigen Meisterschaft kämpfte der WAC gegen den Abstieg in die Zweite Liga!

Europa ist weit weg

Die Misserfolge, das frühzeitige Aus in den europäischen Cup-Bewerben sind ein unleugbarer Beleg für die Qualität und das Niveau des heimischen Profi-Fußballs. Auch für die kleinen Budgets, mit Ausnahme der Bullen aus Salzburg. Im Vergleich zu den Großen in Europa. Selbst kampfreudigen Bullen sind zu einem Nobody geworden. Vorbei ist die Zeit, wo ganz Europa auf den begeisternden Angriffsfußball der Bullen blickte. 2018 stand das Team sogar im Halbfinale des Europacups. Trumpfte in der Champions League auf, wurde damit eine Marke geschaffen. Weltclubs sogar an die Wand gespielt und die bestausgebildeten Kicker-Talente aus der eigenen Akademie haufenweise um Millionenbeträge weiterverkauft. Erwin Harland oder Sadio Mané – nur zwei Beispiele, die über das Sprungbrett Österreich zu Weltstars wurden. Im Gegenzug Salzburg steinreich – 750 Millionen Euro allein aus den Spielerverkäufen!

Österreich erstmals wieder bei WM

In wenigen Wochen startet die Fußball WM. Für Österreich die Chance, wieder international sichtbar zu werden. Der Mann, der das mit seiner Mannschaft geschafft hat, heißt Ralf Rangnick. Er ist jener Mann, der in seinen acht Jahren bei Salzburg für die Erfolgsphase verantwortlich war. Rangnick kreierte diese mutige, offensive Spielweise, durch den Einsatz und die Verpflichtung vielversprechender Talente. Keine mittelmäßigen Söldner. Jetzt ist Salzburg nicht mehr erste Wahl. Obwohl man mit 90 Millionen Euro in den vergangenen Jahren Salzburg wieder stark machen wollte. Sturm Graz dagegen konnte nur ein Drittel dieser Summen einsetzen. Die Bullen waren als Vize-Meister der erste Verlierer. Österreichs Team hat das Potential, auf der Weltbühne des Profi-Fußballs für Schlagzeilen zu sorgen. Marko Arnautovic darf sogar vom Weltmeistertitel träumen …

Zu 100 % ohne KI verfasst. Jürgen Lehner

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