Wenn Hummeln, Bienen und Wespen stechen – was tun?

Im Rahmen des Projektes „Erlebnis Insektenwelt“ hat der Naturschutzbund die Wiesenhummel zum Insekt des Monats April auserkoren. Doch auch die anderen bekannten „Stech-Insekten“ sind aus dem Winterschlaf erwacht und häufig Nektar-saugend in der Natur unterwegs. Wiesenhummeln sind polylektisch, das heißt, sie ernähren sich vom Nektar und Pollen vieler verschiedener Pflanzen. Regelmäßig findet man sie aber an blühenden Heidelbeeren, Himbeeren oder Brombeeren.

Die Wiesenhummel ist eine ausgesprochen kleine und unauffällige Hummelart, die leicht an ihrem bunten Körper zu erkennen ist: Der Brustabschnitt hat eine gelbe Binde und die Hinterleibsspitze ist hellrot behaart. Während Königinnen oft eine zweite gelbe Binde am Hinterleib haben, fehlt diese bei den Arbeiterinnen. Die wesentlich kleineren Drohnen der Wiesehummel variieren stark in ihrer Färbung.

Die meisten Menschen aber reagieren nervös bis panisch, wenn sie von Hummeln, Bienen oder Wespen umschwirrt werden. Dabei heißt es immer: Ruhig bleiben, nicht herumfuchteln. Nur wenn sie sich bedroht fühlen, stechen sie.

Ein Hummelstich ist aber zum Beispiel weniger schmerzhaft als der Stich einer Wespe oder Biene. Nicht zuletzt deshalb, weil die Hummel ihren Stachel nach dem Einstich wieder herauszieht. Bei einem Bienenstich bleibt der Stechapparat in der Haut und die Giftdrüse gibt somit auch nach dem Stich weiter Gift ab. Er ist also schmerzhafter. Das Gefühl eines Bienen- und Hummelstichs ist ähnlich: Die Haut fühlt sich brennend an, der Schmerz ist intensiv und es kommt zu einer Schwellung, Rötung oder auch zu Juckreiz.

Und das sind Sofort-Maßnahmen, die helfen

Auf die Einststichstelle kühle Kompressen oder Eis drücken. Wirksam ist auch, ein in heißes Wasser getränktes Tuch auf die Einstichstelle zu legen. Damit zerfallen ab einer gewissen Temperatur auch die Proteine im Gift und der Juckreiz nimmt ab. Der Hummelstich selbst lässt sich auch gut mit Essig oder Zitronensaft "behandeln“. Beides desinfiziert die Wunde, wirkt kühlend und zerstört ebenfalls die Moleküle im Gift.

Aber wie gesagt, die meisten Hummeln, Bienen reagieren nur dann aggressiv, wenn sie sich bedrängt fühlen. Das ist der Fall, wenn man ihrem Nest zu nahekommt.

Stich in den Mund- oder Rachenraum

Da ist in jedem Fall höchste Gefahr gegeben. Dies vor allem deshalb: Wenn der Rachenraum durch den Stich stark anschwillt, droht Erstickungsgefahr. Noch unmittelbarer wird die Gefahr, sollte eine Insektengift-Allergie bestehen. Die meisten Menschen wissen allerdings nicht, ob sie allergisch sind oder nicht. Zur Vorbeugung kann man das durch eine medizinische Beratung feststellen lassen.

Siehe auch:
https://utopia.de/ratgeber/hummelstich-so-behandelst-du-ihn/

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