Bereits 13 Brandtote und 3 CO-Verunglückte in bisheriger Heizsaison

Auffallend viele ältere Menschen betroffen

Wie eine aktuelle Auswertung aller Wohnhausbrände in Österreich vom 1. November 2022 bis kurz vor Ende Jänner 2023 zeigt, sind unter den vorläufigen 13 Todesopfern auffallend viele ältere Menschen. Auch das langjährige Medianalter der Brandtoten liegt bei relativ hohen 65 Jahren. Die Beachtung von zielgruppenorientierten Präventivmaßnahmen kann laut dem Fachbereich Eigentumsschutz im KFV die Sicherheit im Alter spürbar erhöhen.

In Österreich hat es in den vergangenen 15 Jahren durchschnittlich fast 7.400 Mal pro Jahr gebrannt. Feuerausbrüche mit einer Schadenssumme von bis 2.000 Euro sind da allerdings noch nicht eingerechnet. Zudem sterben bei Bränden jedes Jahr zwischen 40 und 50 Menschen. Ältere Personen sind bei Wohnungsbränden auffallend häufig unter den Todesopfern, wie Beobachtungen des KFV zeigen.

Armin Kaltenegger, Leiter des Fachbereichs Eigentumsschutz im KFV betont: „Wenn Senioren durch Feuer oder Rauchgas zu Tode kommen, geht die Ursache nicht immer von der eigenen Wohnung aus, sondern zum Beispiel auch von Anwohnern. Daher können sowohl zielgruppenorientierte Präventivmaßnahmen als auch das richtige Reagieren im Brandfall Leben retten.“

Vorläufige Bilanz im Vergleich zum Vorjahr 

Die Bandbreite der Zündquellen für das Entstehen von Gebäudebränden reicht von Blitzschlag bis hin zu Selbstzündung, Brandstiftung oder offenem Licht und Feuer. In den kalten Monaten kommen noch Wärmegeräte als Problembereiche hinzu. Wie Auswertungen des Fachbereichs Eigentumsschutz im KFV anhand von Medienberichten belegen, sind vom 1. November 2022 bis kurz vor Ende Jänner 2023 in Österreich bisher insgesamt mindestens 13 Menschen bei Bränden im Wohn- und Gartenbereich ums Leben gekommen. Im Vergleich zu den 16 Brandtoten im Vergleichszeitraum des Vorjahres, ist das zwar ein leichter Rückgang, allerdings kommen im aktuellen Zeitraum noch mindestens 3 CO-Verunglückte dazu. Diese sind durch den Austritt von giftigen Gasen, wie etwa Kohlenmonoxid (CO), im Zuge der Verwendung von Wärmegeräten ums Leben gekommen.

Pfannen, Zigaretten und Kerzen

„Die Gefahren sind vielfältig. Brennenden Zigaretten beim Einschlafen können ebenso zur tödlichen Bedrohung werden, wie unbeaufsichtigte Kerzen oder eine auf der heißen Herdplatte vergessene Pfanne mit Öl“, analysiert der KFV-Experte. Im Brandfall besteht zudem die Gefahr, dass beeinträchtigtes Hör-, Seh- oder Reaktionsvermögen sowie Gebrechlichkeit die Betroffenen daran behindern, rechtzeitig Hilfsmaßnahmen einzuleiten und das Gebäude zu verlassen.

Nützliche Tipps für Senioren

  • Eine Tätigkeit nach der anderen verrichten: Nach dem Einschalten von Elektrogeräten sollten diese bis zum Abschalten niemals unbeobachtet bleiben. In einem Raum zu kochen und im anderen Staub zu saugen oder zu bügeln, ist daher unbedingt zu vermeiden. 
  • Laute Rauchwarnmelder: Im Schlaf funktioniert selbst bei jungen, gesunden Menschen der Geruchssinn äußerst schlecht, weshalb Brandrauch nicht gerochen wird. Der Gehörsinn funktioniert hingegen auch im Schlaf äußerst gut, sodass Brandmelder und Kohlenmonoxid-Melder (CO-Melder) im Ernstfall zu Lebensrettern werden können. Bei Hörschäden sind besonders laute Geräte ratsam. Piepsen die Geräte hingegen leise, ohne dass es brennt, gehören vermutlich die Batterien getauscht. 
  • Notruftaste und eingespeicherte Nummern: Pensionisten haben in ihrem Leben meist viele Herausforderungen gemeistert und neigen daher zur Unerschrockenheit. Tatsächlich brauchen ältere Personen oft länger, um ein Feuer zu löschen, die Flucht zu ergreifen oder den Notruf zu wählen. Senioren-Handys mit eingebauter Notruftaste und eingespeicherten Notrufnummern, können daher im Ernstfall sehr nützlich sein.  
  • Richtiger Umgang mit Feuerlöschern: Ein Feuerlöscher im Wohnhaus ist wichtig, wobei er aber alle zwei Jahre überprüft werden muss. Zudem sollte die Gebrauchsanweisung nicht erst im Notfall gelesen und Fluchtwege regelmäßig verinnerlicht werden. Denn wenn es bereits brennt, herrscht Panik und Brandrauch kann die Sicht beeinträchtigen. 
  • Leben ist wichtiger als Hab und Gut: Wenn es brennt, gilt es das eigene Leben in Sicherheit zu bringen und nicht das Sparbuch, den Schmuck oder Fotos von den Enkelkindern. Materielle Dinge sind in der Regel ersetzbar, Oma und Opa aber nicht. 

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