Steirer sind Fans von Radfahren, Fitness, Bergwandern

Österreichweite Studie von Intersport zeigt es auf

Es ist beim Sport, bei der Bewegung wie beim Klimawandel – wir wissen, dass wir dazu aufgefordert sind. Nur: Wir handeln und leben nicht konsequent genug in diesem Sinn.

Lisa Hauser ist als Weltmeisterin im Biathlon eine der österreichischen Vorzeige-Sportlerinnen. „Meine Eltern haben mit mir und meinen Geschwistern schon früh alles mögliche unternommen. Wir haben uns aber nie dazu gezwungen gefühlt“, schildert Lisa Hauser, übrigens bodenständig, glaubwürdig und ohne Koketterie aus ihrer Kindheit. Das war kürzlich bei der Präsentation des jährlichen Intersport-Sportreports im Mountain-Resort Die Hochkönigin in Maria Alm.

Alle Jahre wieder erforscht das Institut IMAS für Intersport die Vorlieben, Gewohnheiten der Österreicher in punkto Sport und Bewegung. Der diesjährige Report hat das Sporterlebnis innerhalb der Familie auf dem Radar. „Gemeinsames Sporteln mit der Familie fördert die soziale und koordinative Entwicklung der Kinder, sagen 41 Prozent der Österreicher, zitiert Intersport-Geschäftsführer Thorsten Schmitz ein zentrales Ergebnis aus dem Report. Je früher mit dem Sport begonnen wird, desto besser. Darüber sind sich sogar 94 Prozent aller Österreicher einig.

Doch nun folgt das große Aber: Denn nur jeder Zweite tut es in der Familie (eher häufig) und 33 Prozent (eher nicht!). Man kennt das auch aus dem eigenen Umfeld oder von Freunden. Kinder tun bei Ausflügen, bei Sportarten mit, weil es die Eltern auch vorleben und von ihrem Nachwuchs so möchten. Sobald jedoch Kinder und Jugendliche selbst entscheiden können, steigt der Prozentsatz der „Aussteiger/Abbrecher“ rapid an. Die Gründe für das Warum wären ein breites Betätigungsfeld für die Wissenschaft. Lisa Hauser ist ein positives Beispiel dafür, dass ihre Eltern alles richtig gemacht haben.

Sport ist aber nicht nur eine Familiensache, haben die Report-Verfasser erhoben. Wer sollte also den Anstoß dafür geben? 69 Prozent der Österreicher teilen diese Rolle den Eltern zu. 62 Prozent der Schule, 60 Prozent der Familie, 40 Prozent Freunden und immerhin noch 25 Prozent dem Hausarzt. Einig ist man sich darüber, dass die Basis dafür bereits im Vorschulalter gelegt werden sollte.

Krisen hinterlassen eben Spuren. Dazu zählt logischerweise auch Corona. So sagen 36 Prozent unserer Landsleute, dass sich ihre körperliche Fitness verschlechtert habe, 20 Prozent behaupten das auch von ihrer geistigen Fitness.

Bemerkenswert auch die Lieblingssportarten der Österreicher in ihrer Reihenfolge:

Durchschnittlich betreiben die Österreicher 1,7 Sportarten. In der Steiermark sind die drei Top-Sportarten Radfahren (31 Prozent), Fitness (20 Prozent), Bergwandern (19 Prozent). Im Vergleich dazu ist Radfahren in Tirol und Salzburg bei weitem nicht so beliebt.

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